So, nach langer Zeit hole ich den Faden aus der Versenkung, um das System vorzustellen, das ich jetzt so einigermaßen komplett einsatzbereit habe:

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Ich habe gleich zwei Navis im Betrieb:

Der Netbook ist ein sog. Convertible, ein Notebook bei dem der Toucscreen gedreht und vor die Tastatur geschwenkt werden kann, um dann als Tablet zu funktionieren. Anstatt des ursprünglich anvisierten eeePC, dem ein schnell nachgeschobenes Update wenigstens ein nicht spiegelndes Display verpasst hat, habe ich mich für den "Classmate Convertible" von Intel entschieden.

Diese Geräte sind eigentlich für den Schuleinsatz in Entwicklungsländern gedacht und dementsprechend bei uns nicht über die üblichen Vertriebskanäle (Saturn, amazon, etc.) erhältlich, sondern nur über wenige, auf Schulbedarf spezialisierte Händler. Die Vorteile:

Die Geräte sind einfach und robust, wasser- und staubdichte Tastatur, stoßfest bis zu einem Meter Fallhöhe, das Displayscharnier ist kräftig überdimensioniert, das Display selbst entspiegelt und sehr gut ausgeleuchtet; eben gedacht für den Betrieb unter freiem Himmel. 6 Zellen-Akku mit langer Laufzeit ist dabei, W-Lan ebenfalls, nur Bluetooth muss über ein separates Dongle installiert werden. Festspeicher ist eine 16 GB SSD, dazu steckt noch eine 16 GB SDHC im Schacht, das reicht. Das robuste und helle Plastikgehäuse heizt sich auch an der Sonne nicht stark auf. Der große Gummihenkel sieht kindlich-uncool aus, kann aber abmontiert werden. Spätestens, wenn man versucht, einen Netbook mit einem Finger zu tragen, weil man sonst alle Hände voll hat, bereut man das aber und montiert ihn wieder dran. Der Preis liegt bei erfreulichen 325 Euro ohne Betriebssystem. Es gibt den Classmate aber auch mit Linux, XP HOme und Windows 7.

Das GPS-Signal wird momentan durch einen GNS-Stick empfangen, der auch Empfang von TMC bietet, was für die Straßennavigation sehr wichtig ist. Die Software für die Straße ist RC-Win 4.1 Europa von Krämer, und wirklich ausgezeichnet. Offroad habe ich Fugawi, und - sofern es irgendwann mal wirklich praktische Offline-Lösungen dafür gibt - Google Earth.

Das brave Garmin 176C daneben gibt mir den großen Überblick und offeriert die praktische Verwaltung von Tracks und Wegpunkten. Außerdem ist der alte GPS-Chip mit der Dachantenne häufig noch deutlich genauer als der moderne SIRF III hinter der steilen Bremach-Scheibe.

Strom kommt über die entsprechenden Netzteile, der Classmate zieht zum Glück nicht allzu viel. Dennoch schalte ich beim Stopp am Supermarkt o.ä. immer das Display aus. Leider verträgt der Treiber des GPS-Sticks den Suspend-Modus nicht, mit einer GPS-maus von Navilock habe ich da keine Probleme, aber die hat kein TMC ...

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Ach ja, die Befestigung: eine dicke Aluplatte ist mit doppelseitigem (Spiegel-)Klebeband am Armarutenträger befestigt (pistenfest!) und trägt die Bohrungen für eine RAM-Mount Halterung. Zur Zeit ist der Netbook noch mit Klett an der Trägerplatte befestigt, was aber im Alltagsgebrauch sehr unpraktisch ist, weil der Klett so fest haftet, dass man die Platte mit Kugelkopf nur schwer wieder lösen kann. Da muss eine andere Lösung, mit Bügel o.ä. her.

Viele Grüße,
Marcus


Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!