Brenner-Bundesstraße kann ich bestätigen. Da bin ich auch schon mal zur Kasse gebeten worden. Ich hatte es verpasst, mit meinem Wohnwagengespann unmittelbar nach der Paßhöhe auf die erste österreichische Autobahnauffahrt aufzufahren. Weiß nicht mehr genau wieviel ich zahlen mußte; ich denke, es war auch so um die 25 Euro.
Da habe ich aber Verständnis. Der Brenner ist immer noch die meistbefahrene Alpen-Transitstrecke und die Gemeinden im Wipptal leiden sehr darunter und sind deshalb daran interessiert, möglichst viel Verkehr auf die Autobahn oder Eisenbahn zu bekommen. Das muß man akzeptieren, finde ich.
Im übrigen ist die Brenner-Bundesstraße auch eine bekannte Unfallstrecke. Deshalb auch viele Überholverbote, wo vor allem Motorradfahrer aus dem Verkehr gezogen werden. Die Einheimischen wissen, wo die Gendarmen stehen, aber die Deutschen...
Nee, für solche Verbote und Kontrollen habe ich wirklich Verständnis. Kein Grund, Österreich zu meiden.
Und was die Schweiz anbelangt. Da geht die Maut größenordnungsmäßig auch völlig in Ordnung. Wenn man überlegt, welche Straßenbauten die dort konstruieren und unterhalten müssen. Lediglich eine eigene Vignette für einen kleinen Anhänger halte ich für überzogen.
Völlig daneben sind allerdings die Slowenen. Für ihr winziges, kaum vorhandenes Autobahnnetz nehmen die eine Jahresgebühr in Höhe von 95 Euro. Allerdings gibt’s billigere Wochen- und Monatsvignetten.
Insgesamt völlig unangemessen aber auch kein Grund, das Land zu meiden. Die haben doch auch schöne Landstraßen. Man muß dann aber auf einige Mautfallen aufpassen, z.B. in Maribor. 800 Euro für das versehentliche Befahren eines der Vignettenpflicht unterliegenden Kreisverkehrs – völlig bekloppt.
http://www.mobilisten.de/blog/?p=243So kann man Touristen in der Tat verprellen. Dauerhaft.
mfG
Rainer