Da bin ich wieder, kein störender Einsatz bisher, ich kann also weiter schreiben.
Nun einige kurze Erklärungen zur Hochdachtechnik, Hebetechnik und Dichtung. Das Hochdach hat ein Außenmaß von 225 x 198 cm, Kabinenbreite 198 cm. Ein riesiges Teil also und laut Planung um die 100 kg schwer. Die vier Gasdruckfedern an den Ecken haben einen maximalen Hub von 60 cm, realisiert werden davon nur 54 cm. Jede Feder ist auf 300 N also etwa 30 kg eingestellt, zusammen 120 kg. Beim Lösen der pneumatischen Verriegelung geht das Dach (alles laut Planung, es steht ja noch nicht) ohne manuelle Hilfe ganz langsam nach oben. Laufdifferenzen sind egal, das Dach kann ohne zu blockieren gekippt werden.
Die Schwierigkeit liegt nicht beim Hochfahren sondern beim Schließen. Da muss man die überschüssigen knapp 20 Kilo selber aufbringen und ich plane, hierfür 2-4 gefüllte Wasserkanister an geeignete Halter von innen an das Dach zu hängen. Dann sollte es auch von alleine langsam zu gehen. Mehrere mechanische Spannverschlüsse sichern das Dach dann auf seiner Lagerung, diese Sicherung möchte ich den pneumatischen Druckzylindern nicht alleine zumuten.
Zur Demonstration habe ich hier eines der vier Druckfedersysteme an der vorgesehenen Stelle provisorisch montiert. Die Gasdruckfedern sind in Alurohren knicksicher montiert und somit nicht mehr sichtbar. Oben an den Alurohren ist die Halterung der beiden Pneumatikzylinder befestigt, womit die Hubachse aus 20mm Vollaluminium nicht nur geklemmt sondern auch exakt geführt wird.
![[Linked Image von up.picr.de]](http://up.picr.de/5333371.jpg)
Dachhebetechnik
Man erkennt auf dem Bild auch, dass am oberen Rand der Kabinenseitenwände ein durchgehendes Querbrett verläuft. Dieses stabilisiert erstens die offenen Kabinenwände und gibt zweitens dem Dach eine insgesamt 16 cm breite Fläche zum Aufliegen.
Das Hubdach selbst hat zwei umlaufende Stützbretter, die genau 16 cm Außenmaß auseinander sind und mit Gummidichtungen versehen werden. Zwischen diesen beiden Brettern kommt ein umlaufendes Mückennetz dran, welches bei geöffnetem Hubdach eruntergezogen werden kann und mit einer Magnetschnur gehalten wird.
![[Linked Image von up.picr.de]](http://up.picr.de/5334385.jpg)
Dachunterseite
Diese beiden umlaufenden Auflageflächen liegen wie gesagt auf der Kabinenwand auf . Es kommen noch zwei T-Schienen dazu, eine davon erkannt man gerade noch auf dem obigen Bild an der äußeren Auflage. Diese dient als Windfang und deckt die Dichtungen gegen Wind von außen ab. Außerdem stülpt sie sich 2 cm über die Kabinenaußenkante und verhindert ein Rutschen des geschlossenen Daches. Ich hoffe, der TÜV sieht das genau so.
Eine zweite T-Schiene bildet an dem oben erwähnten Querbrett an der Kabinenwand einen Abschluss und verhindert eindringendes Wasser. Das Querbrett selbst ist nach oben mit einem dünnen Eisenblech abgedeckt, welches einem Moskitonetz mit Magnetverschluss einen gewissen Halt gibt. Ob diese Magnettechnik wirklich hält kann ich nicht planen, das muss ich testen, wenn es fertig ist. Aber die neuen Supermagnete haben eher das Problem, dass man sie kaum abkriegt, weniger dass sie von selbst abfallen.
So, das waren jetzt viele zum Teil schwer verständliche Details und Einige von Euch interessieren sich sogar dafür. Meine Familie und Freunde wollen schon lange nichts mehr von diesem Kram hören.
Schönes Wochenende noch und Fortsetzung folgt, wenn ich neue Bilder habe.
Sepp R