Wie Lupo schon sagte: "der Blick für ein Bild"
Wenn mich ein Szenario in seinen Bann zieht, dann guck ich auf Monitor oder durch den Sucher meiner Kamera, wo dann schon, vor dem Abdrücken, das fertige Bild, wie ich es mir vorstelle, zu sehen ist.
Dann noch so ein paar Grundregeln:
- Motiv nicht in die Mitte
- Horizont nicht in die Mitte
besser mit Dritteln arbeiten
Belichtungszeiten....darauf würd ich jetzt nicht eingehen! Es geht ja um ein gutes Motiv, vor allem: wie man daraus ein gutes Bild machen kann
Jein
Alles ist möglich, WIRKEN muß es. Der goldene Schnitt und dergleichen sind anständig, aber kein Muß! WIRKEN muß es (nochmal!).
Und ich greife etwas vor: Der ("westliche") Mensch liest/sieht von oben links nach unten rechts... was das Licht mitunter bedingt, bzw. wo man Licht einsetzt, das von "links oben kommt". Aber damit "fällt" der Betrtachter aus dem Bild, weil diese Betrachtungsrichtung "normal" ist. Kommt dagegen das Licht aus einer anderen Richtung (z.B. nur von rechts oder gar von unten rechts), ist der Betrachter (unbewußt!!!) irritiert und bleibt länger "im Bild hängen". Absolute (oder fast absolute) Symmetrie sorgt dahingegen für eine "Ausgewogenheit im Bild"... der Betrachter findet Ruhe und Zufriedenheit und weiß nicht, warum er das Bild verlassen sollte.
Wenn ein Bild nicht symmetrisch sein soll, sollte man das auch "klar" darstellen, nicht daß es so aussieht, als wärs nicht gelungen, oder ein Fehler. Gutes Besipiel ist mein Bild von dem Kunstwerk in der U-Bahn-Station in Lissabon. Es ist ganz leicht "verdreht" (1-3 Grad?)... aber weder Fleisch noch Fisch! Ich habe bei der Schnellbearbeitung schlichtweg übersehen, daß es entweder RICHTIG schief sein sollte oder absolut ausgerichtet.
Diese Bild ist so also schlecht.
Und immer: Weniger ist mehr!
L.C.