Bevors RICHTIG weitergeht... und da werden Ausschnitt - egal ob beschnitten oder "original" sowie Brennweite, Belichtungszeit, Schärfe, Blende usw. bald eine Rolle spielen.

Ich hatte "damals" bereits 10 Jahre fotografiert (u.a. für die örtliche Presse), als ich meine Werbephotographenausbildung anfing.

Das war ganz komisch... ich lernte völlig neu zu fotografieren, die Dinge ganz anders zu sehen.

Was die Werbephotographie auszeichnet, ist eigentlich, daß man gar nicht so sehr "Fotograf" ist. Also auch niemand, der sich so an seiner Kamera, Ausrüstung usw. aufhängt, sich immer das neueste und besser Modell kauft usw. Auch das "lange Rohr" zum Angeben ist überhaupt nicht interessant.

Was ich sagen will: Das wichtigste sollte bedacht werden:
"Fotografieren ist Gestalten mit Licht"! Nach meiner Ausbildung waren mir die Augen neu geöffnet und ich konnte mit diesem "Wissen" natürlich auch an bereits vorhandene Motive ganz anders rangehen. Licht ist mein Leben!

Ohne Licht gehts (praktisch) gar nicht.

Also lernte ich in erster Linie, ein "Objekt" ins rechte Licht zu rücken, bzw. das Licht dafür überhaupt zu schaffen. Übrigens DER Unterschied. Der "Reportage-Fotograf (Sport/Reise) usw." hat ein gutes Auge, findet den richtigen Augenblick, den richtigen Ausschnitt und drückt ab.

Der Werbefotograf überlegt sich, wie er was mit welchem Licht eben "ins rechte Licht" rücken kann.
Ein Werbefotograf baut Stunden, Tage, Wochen etwas "Künstliches" auf, setzt es eben ins rechte Licht... und erst ganz am Schluß kommt hilfreiches Handwerkszeug wie Kamera usw. . zum Zuge, es wird "geknipst", fertig. Zeitverhältnis von 10:1 bis 10000:1


Also will ich mit Hilfe von Licht jetzt mal einen Einschub machen und Euch bitten, sich übers Licht Gedanken zu machen (dazu später auch noch weitere Ausführungen zu Lichtarten, Intensitäten usw.)

Gedanken zu Gestaltung mit Licht, Ausschnitt und einem Objekt, das ins rechte Licht zu setzen.

Was wäre ein "Kurs" ohne Aufgabe?

Hiermit fordere ich Euch auf (ich habe lange überlegt, was wir uns als Objekt nehmen könnten), ein stinknormales Watteohrputzstäbchen zu fotografieren. Licht ist frei, Hintergrund, Brennweite... aber das Bild soll sich bitte möglichst auf das Wattestäbchen konzentrieren/reduzieren.


Je mehr (hoffentlich) völlige unterschiedliche Bilder wir zusammenbekommen, desto mehr kann erläutert, diskutiert und erklärt werden.

Bildbreite bitte: 700px


Auf gehts!


L.C.


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der Schniedel wächst mit seinen Aufgaben