Ok Andreas,

ich fuhr über 9 Jahre zwei td5,
hatte bei beiden so ziemlich verhältnismäßig wenn ich in Südtirol getankt hatte
während der Heimfahrt Probleme weil ich auf der A7 die Steigungen nur noch
stotternd im Dritten hochkam.
Oder keinen Ladedruck, schlechte Gasannahme und was weiß ich.

Ohne Werkstattbesuch,
der natürlich nicht gleich ging weil ja bei Land Rover immer soviel zu tun ist,
und Fehlerspeicher auslesen und löschen am Rechenknecht,
lief die Karre nicht wieder gescheit.

Die Diagnosen waren allerdings, da gebe ich Dir Recht, stets Verarschung,
mal war angeblich die zweite oder vierte Einspritzdüse kaputt,
was der gute Meister mit theatralisch schmerzhafter Miene und einem "AU, das wird teuer!" untermalte,
oder irgendwelche andere offensichtlich von der Software an den Haaren herbeigezogene Dinge,
es war stets entweder der Wassersensor oder verschmutzte Kraftstofffilter.

Auffallend war hierbei daß mein früher td5,
einer der allerersten gebauten vom September 1998,
nur nach jeder dritten bis vierten Tour Sensorwehwehchen bekam
und im großen und ganzen eigentlich stabil lief.

Der zweite (MJ 2006) kackte JEDESMAL wenn ich unbewußt schlechten Diesel getankt hatte
garantiert ab und nahm nebenbei gefühlt fast jede Gelegenheit wie z.B.
naßkaltes Wetter oder was weiß ich wenn irgendwie Vollmond oder so war
als Grund um den Motor nicht so funktionieren zu lassen wie er sollte.

Was immer da bei Land Rover in der Defender-Entwicklung und -Fertigung gewurstelt wurde
und wird, ich glaube man sagt nichts Falsches wenn man behauptet daß die Autos
über die Jahre werkstattgeschwängert worden sind.

Auffallend ist daß mein tdi bis ich ihn mit etwa 70'000 km eintauschte
außer Ölwechsel nie irgendeinen Werkstattbesuch brauchte.
Und durch den lief in der Sahara vermutlich nicht gerade der reinste Qualitätsdiesel.


"Auto racing, bull fighting, and mountain climbing are the only real sports ... all others are games.” E. Hemingway