Naja, das Urteil beruht mehr auf der Flächenberechnung und weniger auf der Konzeption "Crew Cab".

Das Gericht ging da auch nicht gradlinig vor.

Bei der Ladefläche haben sie jeden Quadratzentimeter rausgerechnet, der ihrer Meinung nach nicht zur Ladungsbeförderung dient. (Was wäre übrigens nach Einbau eines festen Zwischenbodens über den Radkästen gewesen?)

Bei der Personenbeförderungsfläche haben sie das anscheinend nicht getan. Ablageflächen, Raum für Schalthebel, Handbremshebel, etc. pp. hätte man dann, wenn man glaubwürdig bleiben wollte, auch rausrechnen müssen.

Es gab aber nur diesen einen Weg die Klage abzuweisen, da alle anderen Gesichtspunkte klar für "LKW" sprechen.

Objektiv ist es nach der höchstrichterlichen Definition ein LKW.

Wer das Auto einmal live gesehen hat und dann der Meinung ist "Das ist objektiv ein PKW!", der hat noch ganz andere Probleme.

Wenn der 130CC kein LKW ist, was ist dann ein LKW?

Hier zeigt sich einmal mehr, dass es eine Intention gibt, keins dieser Fahrzeuge mehr als LKW (steuerrechtlich: anderes Fahrzeug = kein PKW = keine Hubraumsteuer) anzuerkennen.

Und dieser Intention folgen die Gerichte anscheinend in dem sie ständig ein anderes Haar in der Suppe suchen.