@Harvey:
Nein, 100prozentige Angaben über Tunnel-Breiten/Höhen gibt es nicht. Zuverlässiger Anhaltspunkt für die Befahrung von Tunneln mit größeren / höheren Fahrzeugen ist aber, ob auf der Straße Linienbus-Verkehr stattfindet. In den Alpenländern, speziell in Italien, hat man dafür Berg-Busse mit reduzierten Außenmaßen und vor allem mit einem deutlich kürzeren Radstand als dies bei Bussen im Flachland üblich ist.
Wo diese Fahrzeuge verkehren, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß auch Wohnmobile mittlerer Größe und kleinere LKWs durchkommen können. Also auf entsprechende Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr achten!
Probleme können aber dennoch im Tunnel auftreten. Vor allem an Stellen, die eingeengt sind. Und das ist in Tunneln gar nicht mal so selten, vor allem auf Nebenstrecken. Da gibt es jede Menge von Vorsprüngen, Kanten und Ecken, wo man vor allem bei Gegenverkehr sehr aufpassen muß, daß man nicht daran hängenbleibt.
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Aber auch bei Bauarbeiten. Wobei dann aber meist ampelgesteuerter Einbahnverkehr über die Engstellen verhängt wird.
Und ganz abgefahren wird es dann, wenn Uneinsichtige die Fahrt unbedingt erzwingen wollen.
Ich habe mal auf der Passhöhe des Stilfser Jochs zufällig einen Landsmann angetroffen, welcher das Künststück vollbracht hat, seinen Wohnwagen über die 48 engen Kehren der Ostrampe tatsächlich ganz nach oben zu zergeln. Trotz strikten Verbots natürlich.
Ich habe dieser fahrerischen Leistung Achtung gezollt, ihm aber gleichzeitig dringend geraten, die Fahrt nicht über die Tunnelstrecke nach Bormio fortzusetzen, sondern über den Umbrail-Pass, das schweizerische Münstertal und Livigno seinen Weg fortzusetzen. Sicherlich ein erheblicher Umweg, aber eben auch ein sicherer Weg!
Was soll ich sagen: der ist unbeirrt geradeaus weiterbefahren. Und da gibt es im weiteren Verlauf in Richtung Bormio wirklich mehrere Engstellen in verschiedenen Tunneln, wo es absolut nicht weiter geht, wenn da einem Wohnwagengespann auch nur ein einziger PKW entgegenkommt. Und meistens werden dort lange Fahrzeugschlangen von einem langsamen Fahrzeug angeführt, da es bei regem Verkehr kaum Überholmöglichkeiten gibt. In so einem Fall herrscht Chaos im Tunnel, weil es für alle nicht vor und nicht zurück geht. Der Tunnel steht schließlich voll mit Fahrzeugen, die sich gegenüberstehen, ohne aneinander vorbeizukommen.
Runter bin ich vorne weg gefahren und daher weiß ich nicht, ob er es ohne Schrammen oder Anzeige ganz nach unten geschafft hat...
mfG
Rainer
P.S. Hier noch ein Foto von der Situation, wo der "Missetäter" sich aber noch auf der unproblematischeren Ostrampe des Stilfser Jochs befindet – noch im Freien, außerhalb der deutlich engeren und gefährlicheren Tunnel- und Galerienstrecke, aber natürlich auch hier bereits voll im Verbot und zudem im Baustellenbereich.
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