ja, danke, ich denk drüber nach.
linux.... hm.
das ist schon was anderes als das hp-unix? das war nämlich echt mühsam.

okay, damals gabs auch noch disketten. 5 1/4 zoll.
Sir rovervirus. You are showing your age.
5 1/4" Disketten....

Was kommt als nächstes? Lochkarten?

Ne, also mal ehrlich, Linux is eigentlich ganz einfach geworden. Viele Leutz sind zu Mac und Linux gesprungen als Win Vista rauskam, weil wenn man schon alles neu lernen muss warum dann nicht gleich ein anderes OS. Allerdings muss man fairer weise dazu sagen, das die meisten Wechseler schon vorher Wechselkandidaten waren. Das interface change von Windows war dann nur noch der letzte benötigte kick um "jetzt" zu wechseln.
was geht denn dann bei linux besser?
Alles und nichts. Oder anders gesagt, it depends....
OK, und jetzt die lange Erklärung. Hoffe du hast nen Kaffee zur Hand

Das Ding mit Linux ist halt das es ganz einfaches Zeugs gibt, aber auch nicht so einfaches, weil es eben manche so wollen um absolut alles kontrollieren zu können und bis ins hinterletzte Teil so einstellen wie sie es gerne möchten. Funktionen von denen Normalsterbliche wie Du und ich warscheinlich garnichts wissen / wissen wollen.
Weil ich zu faul bin zum selber kompilieren und alles zu konfigurieren nehm ich eben
Kubuntu Linux.
Ich behaupte mal, wem ich eine Windows InstallationsCD in die Hand drücken kann um eine Rechner neu zu instalieren, der kann das auch mit dem Linux.
Es gibt dann auch noch die Linux Versionen für spezielle Fälle, so hab ich einem alten Laptop, der mit Win98 schon schwer zu tun hatte, neues Leben eingehaucht. Das Ding started schneller als mein 1 Jahre alter Laptop....
Die Frage, was bei Linux besser geht, ist so eigentlich falsch gestellt. Und um es gleich zu sagen, Linux installieren um halbwüchsige von Schmuddelseiten im Internet fern zu halten ist der falsche Ansatz. Da bedarf es, je nach level, immernoch Gespräch, Cookies/Browser History kontrollieren, Zusatz Software, etc etc etc. Das selbe Prinzip wie schon vorher gesagt. Aber nur wegen Linux verschwinden die Seiten nicht einfach.
Die Frage ist: Welches Werkzeug braucht man für die Arbeit, die man vor sich hat?
Siehe das mit dem alten Laptop. Für den ich das gemacht hab war das eine Frage von garkein Laptop oder dieses uralt Ding, das ich (mit Monny's Worten) kostenlos entsorgt habe. Die Option Win95 oder Win98 ist IMHO nicht wirklich eine Option. Aber im Vergleich zu der Linux Version die ich für den Rechner genommen habe braucht ein neues Windows oder OSX schon einen sehr guten Dual Core CPU und eine SSD Festplatte um mit dem Speed von dem Rechner mithalt zu können. (Der comment löst normalerweise immer grosse discussion aus von den Benutzern moderner Rechner und Betriebsystemen, bis sie das ganze mal in action gesehen haben, dann ist plötzlich Ruhe im Karton....

)
Auf der anderen Seite ist das aber ein sehr simples Linux, kein Hochglanz poliertes Interface, etc. Manche Sache kann der Rechner garnicht machen, wie YouTube oder Skype Video, weil die Hardware einfach zu alt ist.
Es ist einfach kein Ersatz für ein OSX 10.6, Win7 oder z.B. das oben gelinkte Linux, das ich benutze. Aber was der Rechner kann, macht er sehr gut und extreme schnell.
Ist eben so wie im wirklichen Leben. Der Lötkolben hilft dem Holzfäller nicht, die Kettensäge hilft dem Netzwerkinstallateur nicht, und das Crimping Tool hilft dir nicht beim Ölwechsel am Auto. In sich alles gute und brauchbare Sachen, aber du brauchst das richtige Werkzeug für den Job.
Für manchen ist das eben Windows, für andere OSX, für solche wie mich ist es Linux, und wieder andere haben (und brauchen) einen Gemischtware Laden weil sie eben auf mehreren System testen müssen.
Um die Frage, was bei Linux besser geht, etwas zu beantworten. Ein paar Vorteile, die mir persönlich zu sagen:
- Alle software, inlc. dem OS, wird mit einem Maus klick updated. Nix mit fast alle software wird individual gemacht.
- Linux und allgemein benutzte Free and Open Source Software (FOSS) haben eine reputation relative schnell updates zu bekommen, wenn Bugs und Lücken entdeckt werden. Das ist keine Garantie, aber in den allermeisten Fällen geht das doch schneller als z.B. bei Adobe, und viele, viele anderen.
- Kein vendor lock-in, es gibt häufig alternativen wenn ein Program nicht so funktionert wie man es gerne möchte.
- Kein "one size fits all". Genauso wie es von Firefox und anderen Programs bekannt ist, kann man Themes runterladen, icon sets, etc, um seinen Computer so aussehen zu lassen wie man es möchte. Manche treiben es so weit das Linux aussieht wie Mac OSX oder WinXP, oder simple Schwarz-Weiss, einfach weil es geht. Natürlich gibt es auch hier die Leutz die sich das selber zusammenbauen, weil sie es ganz unique wollen. Und selbst wer nichts verändern möchte hat immer noch die Auswahl aus verschiedenen Desktop environments, die anders aussehen, andere standard programs mitbringen, und einfach grundsätzlich eben mehr diesen oder jenen persönlichen Geschmack, bedürfnissen, philosophien, und/oder arbeitsweise näher kommen.
- Es kostet nichts. Linux und die meisten Programs kann man einfach kostenlos runterladen und benutzen. Man muss sich eher anstrengen software zu finden die Geld kostet. Natürlich müssen auch die Entwickler dieser Software irgendwie Geld verdienen. Häufig kann man das Project durch eine gezielte Spende unterstützen, oder z.B. an die Linux Foundation. Viele Projects werden von Firmen wie IBM gesponsert, und sehr häufig kann man auch einen Support Contract machen (wahrscheinlich interesanter für Firmen), etc. ABER, wenn man nichts zahlen kann oder will ist es völlig legal all das einfach so zu installieren.
- Der Community Support durch Foren ist ausgesprochen gut. Again, das ist keine Garantie um jedes Problem in 2 Stunden gelöst zu bekommen. Aber aus persönlicher Erfahrung geht es über Foren bei FOSS im allgemeinen schneller, besser und freundlicher als bei kommerzieller software.
- Terminal / Command Line, das Ding das viele so garnicht mögen. Mal nur 3 Dinge dazu.
a) Wenn man sich dran gewöhnt hat, funktionieren ein paar Sachen schneller und einfacher. Natürlich muss man dazu bereit sein etwas neues zu lernen und mal über den Tellerrand rausschauen.
b) Der Normalbürger ist nicht auf ein Terminal angewiesen. Man kann alles (was man als Normalbürger einstellen muss/will) mit einem grafischen Tool machen, genauso wie bei Microsoft und Apple.
c) Aber, genauso wie MS und Apple, über das Terminal bekommt man unter Umständen feinere Kontrolle, genauere Problem Meldungen, oder evtl kommt man auch an Funktionen ran die nicht über ein grafisches Tool verfügbar sind. Obwohl letzteres meist eher für Admins interesant/wichtig. Die Problem Meldungen sind aber durchaus für den Normalsterblichen hilfreich. Zum Beispiel in schon angesprochenen Foren. Bei einem Problem können andere nach dem output von einem Terminal command fragen, dabei ist es zu 99% egal welches Linux man installiert hat. Das Problem kann eingegrenzt und gelöst werden. Kein rumwühlen in irgendlwechen Menüs, alles im Terminal mit Forum Hilfe und Copy & Paste. Braucht man noch nicht mal selber alles tippen.
- Dann ist da das immer wieder "beliebte" Thema über Viren, Würmer, und Trojaner. Ich hab jetzt nicht so richtig lust da tiefer rein zu gehen. Aber out-of-the-box im allgemeinen gilt Linux als verhältnissmässig Sicher. Das wäre ein Punkt der sehr interessant sein könnte für dich, wenn da Besuch am Rechner sitzt, mit oder ohne Schmuddelseiten. Weil ein User die entsprechenden Rechte haben muss um software installieren zu können hat sich das Trojaner Problem mit einem Guest account ganz schnell erledigt. Zumal die allermeiste Schadsoftware eh für Windows ist und somit nichts mit Linux anfangen kann.
- Linux braucht nicht so viel Hardware Power. Die neueste Version von dem oben gelinkten Linux läuft bei mir auf einem Rechner der mit Win Vista oder Win7 hoffnunglos überfordert wäre. Der Prozessor wäre wohl theoretisch noch OK, accrding zu Microsoft angegebene Mindestanforderung (aber will man sich Vista mit Minimum hardware wirklich antun??), aber Grafik Karte geht mal garnicht und RAM ist auch etwas knapp.
Da gibt es sicher noch mehr, aber das sollte erstmal mehr als genug sein. Sonst endet das noch in einem Buch hier.
Aber mal zum Verständnis noch ein paar Erklärungen zu dem was andere hier geschrieben haben.
Was Dapo sagt regarding Zugriff auf user Daten ist soweit schon richtig. Allerding auch nur solange das ein gewöhnlicher user ist. Der Administrator, bei Linux "root" genannt, kann sich Zugriff auf alle user Daten verschafen. Und wenn man vor einem Rechner sitzt kann man auch das Linux root account Password ändern.
Allgemein gesagt, wenn man physical access zum Rechner hat kommt man auch an die Daten ran. Ausser man hat seine Daten auf dem Rechner entsprechend verschlüsselt. Und wehe du vergisst das Password für die Daten Verschlüsselung, dann kommst auch du nicht mehr ran

Das von Gorli genannte
Linux Mint ist ein Abkömmling von Ubunt (siehe Monny's link). Linux Mint ist angeblich noch Einsteiger freundlicher als Ubuntu. Ich habe es selber nie benutzt, kann es also nicht vergleichen. 2 in dem Zusammenhang häufig genannte Dinge sind MP3 and DVD playback. Das ist etwas, über welches der Linux Neuling öfter stolpern kann. Geht jetzt aber zu tief um das hier im Detail zu erklären. Aber MP3 and DVD geht mit allen Linuxen.
Das von Monny genannte Ubuntu ist im Prinzip das selbe wie Kubuntu, nur benutzt es ein anderes Desktop Environment. Ansonsten ein und das selbe. Die Versions Nummer (z.B. 11.04 oder 10.04) sind nicht wirklich traditional Versions Nummer aber auch nicht wirklich ein Rennen um die höchste Nummer (I'm looking at you. Firefox, Chrome, etc.). Die erste Nummer ist das Jahr in dem die Version rausgekommen ist, die 2te Nummer der Monat. 11.04 heisst dann das diese Version im Jahr 2011 (11) im Monat April (04) rausgekommen ist.
Die comments das Linux auf CD zu brennen nennt man dann "LiveCD". Heisst du must nichts auf dem Rechner istallieren. So kann man z.B. auch Daten sichern im Falle von ein System startet nicht mehr. Mit der LiveCD kann man auf seine Daten auf dem Rechner zugreifen und z.B. auf eine externe HDD schieben. Solange die Daten nicht verschlüsselt sind, natürlich. Es ist dabei auch egal ob das ein Linux, Windows, oder OSX ist, das nicht mehr so will wie es soll. Von Linux aus kann man alles lesen. Aber wie Monny schon sagte, es ist langsamer, weil von CD lesen ist bei weiten nicht so schnell wie von HDD.

Hauptsache ist, man kommt wieder an seine Daten, im Falle eines System crash. Ein ordentlich funktionierendes Backup wäre natürlich besser. Aber nicht jeder hat das....
Wenn du Linux runterladen willst bekommst du *.iso file. Das musst du auf CD brennen. Allerdings nicht wie Daten, sondern als ISO Image. Ansonsten klappt das nicht. Es gibt das selbe übrigends auch für USB Flashdrives. Mit dem richtigen Program kannst du einen 1GB oder grösseren USB Stick benutzen, genau so wie wie eine LiveCD. Du musst aber schauen das der Rechner dann auch entsprechend von CD oder USB starten kann, und das auch tut before er von HDD started.
Phew, das war lang....

Biste noch wach?

Gut das du nicht auch nach den Nachteilen gefragt hast. Sonst wär das noch mehr geworden. Denn MERKE:
Kein System, keine Software ist 100% perfect. Ansonsten würde es dafür ja auch keine Bugfix oder updates geben müssen.
