So, um deutlicher zu machen, was ich meine, hab ich jetzt mal einfach mit der Cam ein paar alte Papierabzüge auf die Schnelle abfototografiert – frei Hand.. Schlechte Qualität, leider – aber besser als nichts!

Ligurische Grenzkammstraße, nördlicher Teil:

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Mein NSU TT hatte weiß Gott nur geringe Außenmaße und fuhr sich fast wie ein Gocart. Bedauerlicherweise hatte er aber auch eine nur sehr geringe Bodenfreiheit. Es dürften so etwa 12 cm gewesen sein. Die Befahrung hat aber trotzdem über die volle Länge geklappt. Eine Sache der Fahrweise und der winzigen Fahrzeugausmasse.
Für Fahrzeuge mit einem hohen und / oder breiten Aufbau wird's aber an dieser Stelle (und an anderen) zumindest kniffelig. Könnte natürlich sein, daß mittlerweile der Überhang technisch verändert worden ist. Oder aber: steter LKW höhlt den Stein grin

Noch eins, und das meine ich jetzt wirklich im Ernst. Es könnte ja sein, daß die Weiterfahrt plötzlich unterbrochen ist, daß zwingend umgekehrt werden muß, wenn man nicht gerade mit dem Motorrad unterwegs ist. Wie hier an der Auffahrt zum Someiller, noch weit unten (aber schon oberhalb des Rif. Scarfiotti).
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Muß wohl ein ziemlicher Optimist gewesen sein, oder sollte man besser sagen Idiot, der an dem Felsbrocken den Zahnstocher angesetzt hatte.
Jedenfalls, wenn man zurücksetzen muß, womöglich über mehrere Kilometer ohne Wendemöglichkeit im senkrechten Fels, ohne Absicherung, ohne vernünftige Sicht nach hinten – dann, ja dann wird’s wirklich gefährlich. Daran ist auch zu denken.

Ein anderer Nachteil von Autos mit langen Radständen und / oder Aufbauten wird hier deutlich. Auf der alten Tenda-Pass-Strecke folgt eine enge Serpentine auf die nächste. Das ergibt einen permanenten Reversierzwang und ist eine elendige Kurbelei. Das ist aber nur lästig, jedenfalls nicht gefährlich.
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Demgegenüber ist die Assietta bei trockenem Wetter völlig problemlos.
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Ja in einigen Abschnitten ist die Assietta geradezu Autobahn – passt ja auch irgendwie zum Käfer – und läuft, und läuft, und...
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mfg
Rainer



P.S. Eins noch, Hut ab vor Sepp, der die Gegend ganz allein unter die Räder genommen hat und uns schöne Fotos mitgebracht hat. Und noch eins, damit das nicht mißverstanden wird. Die ligurische Grenzkammstraße und der alte Tendapass sind schon ziemliche Ausnahmen. Ich will hier niemanden sein schönes Auto madig machen. Mein eigenes kommt mir ja auch gelegentlich etwas zu groß vor. Aber ganz rational betrachtet ist ein Fiat Panda, zumal als 4x4, für manche Gebirgsstraßen einfach besser geeignet. Nur damit kann man leider nicht vernünftig reisen.



Vor der Hacke ist es dunkel. (Bergmanns-Spruch)