Mann ziro ... wenn ich Deinen Tipp für abgenudelte Schrauben lese - kann ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen. Hast Du selber schonmal versucht, mit einem Metrinch-Schlüssel Kardanwellen-Schrauben/Muttern zu drehen? Da kann die Mutter noch so eckig sein ... Metrinch benötigt einfach mehr Schwenkwinkel als zwischen den Gelenken zu Verfügung steht. Wenn denn die Welle so gedreht wird, das man am größten Aussenwinkel überhaupt mit dem klobigen Metrinch-Schlüssel an die Schraube/Mutter rankommt.

Ausserdem geht's da wohl um Nylstop-Muttern, d.h. zwangsläufig um eine Materialgüte kaum härter als die berühmten Baumarkt-Schrauben in Güteklasse 4.6 oder so. Die Dinger sind schneller rundgedreht als Du "Aua" schreien kannst, weil auch der Metrinch-Schlüssel abrutscht wie geschmiert. Dabei hätte gerade ein 14mm Metrinch durchaus Chancen, auf einer 9/16" Mutter zu halten (im Gegensatz zu einem 13er Metrinch auf einer 1/2" Mutter...) - wenn er denn richtig draufgesteckt werden könnte. Mit einem ordentlich dünnen und ausreichend langen 9/16" Hazet-Schlüssel (Ring/Maul, Serie 603, 15° gewinkelt, flach gekröpft) tut man sich da wesentlich leichter.

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Metrinch-Schlüssel sind nur gut wenn ausreichend Platz für die dicken Ringe und den vielen Leerlauf im Schwenkwinkel zu Verfügung steht. Die angeblich universelle Verwendbarkeit für metrische und zöllige Schlüsselweiten macht die Schlüssel für beides ein bißchen, aber für keines richtig brauchbar. Je kleiner die Schlüsselweite, desto größer die Chance, das er doch durchrutscht. Metrinch ist nur bei größeren Schlüsselweiten tatsächlich brauchbar. Dann sind die Dinger aber wieder zu kurz um zum Lösen festgegammelter Schrauben ausreichend Drehmoment entwickeln zu können. Aber dafür gibt's ja 'nen Hammer als Drehmoment-Verstärker. Wenn man denn Platz hat zum Draufkloppen. Das wiederum halten die Metrinch-Schlüssel bestens aus, gegen die Materialqualität kann man wirklich nicht meckern. Die Dinger haben durchaus ihre Existenzberechtigung, sind aber kein Allheilmittel bei rundgedrehten Schrauben. Schon garnicht an der Kardanwelle.
[Gebetsmühle aus]

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Zum Lösen korrosionsverschweisster Schrauben empfiehlt sich mal wieder Caramba Brutal: Ein Fläschchen HCL konz. 38%, eine Plastikspritze zum gezielten Dosieren und eine Blumenspritze mit Wasser zum Abspülen wirkt Wunder. Sollte man immer im Werkzeugkasten haben. Wer unter dem Auto liegend seine Kardanwellenschrauben mit Salzsäure einjaucht, sollte vielleicht vorsichtshalber auch noch eine Schutzbrille aufsetzen, aber Gummihandschuhe oder Gasmaske wäre nun wirklich übertrieben, wenn man nicht gerade drin badet. Das Zeug braucht einige Zeit zum Ätzen und läßt sich mit Wasser problemlos abspülen wenn weitere Einwirkung unerwünscht ist. Verdünnte Salzsäure mit ein bißchen Eisenchlorid ist letztendlich weniger umweltschädlich als Bierkotze mit Magensäure - oder handelsübliches Kriechöl.
[Gebetsmühle aus]

Warum gibt's hier eigentlich immer noch keinen Gebetsmühlen-Graemlin...?