Original geschrieben von Gogolo
Wo steht was, dass der Iveco mit nicht-EN-konformer Kraftsoffqualität Probleme hat???

Zum Beispiel in den uns zugegangenen Motorenunterlagen des F1C, darin heißt es:
Es ist Standard Treibstoff nach EN590 (max. Schwefelgehalt von 0,2%)zu verwenden. Die Verwendung von Kraftstoffzusatz wird nicht empfohlen. KEROSIN-haltige Treibstoffe bekant als F63, F34, F35, JP8 dürfen nicht verwendet werden.

In jedem Fall lehnt IVECO Garantien am Motor ab, wenn kein schwefelfreier Diesel getankt wird, was sie damit schriftlich zum Ausdruck bringen und auch in der DAILY Bedieungsanleitung vermerkt sein müßte. Womit eigentlich schon Reisen außerhalb der EU problematisch werden.

In der Praxis heißt das: Der IVECO Motor ist mit Abstand der unempfindlichste Common-Rail Motor aller in der EU angebotenen Motoren, was die reine Treibstoffqualität und Sensorenempfindlichkeit angeht. Da ist er den Mercedes CDI-Motoren haushoch überlegen.
Das gilt aber nicht für den Partikelfilter, der defintiv keinen Schwefel mag.
Das Du die oben beschriebene Reise (augenscheinlich) ohne Problem aus diesem Bereich durchführen konntest, zählt meiner Erfahrung nach zu einer extremen Ausnahme oder Du bist ein ganz besonders vom Glück Begünstigter (gewesen).
Gegenbeispiel eines meiner Kunden: F1C ein Jahr in Serbien (mit russischem Diesel)betrieben, Weiterfahrt in die Türkei, mit insgesamt 15.000 Km am Tacho auf 2600 m Höhe Motor unmöglich zu starten. Diagnose: FAP durch Schwefeldioxidablagerungen total verstopft.
Weiters (auch aus meinem "Erfahrungsschatz"): Bei längerem Betrieb über 3000 m Höhe reicht alleine bereits der extrem hohe Russanteil, der aufgrund der EU-konformen Motorsoftware dabei produziert wird, aus um den FAP zu verstopfen. Die Selbstregeneration, also das Freibrennen funktioniert in dieser Höhe schon aus physikalischen Gründen nicht mehr (so wie auf Meereshöhe) und würde mit der extremen Rußmenge auch gar nicht mehr klar kommen. Fazit, Motor endet zumindest im Notlauf oder bleibt überhaupt komplett stehen, s.h. Beispiel Türkei.

Die dazu korresepondierenden Erlebnisse diverser Sprinter,und VW Fahrer bzw. Mercedes G (http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ubbthreads.php/topics/456948/1)dürften ja bekannt sein und mögen nur als weitere Beispiele dienen.

Fazit: Der Betrieb mit (je nach dem Grad und Dauer) verschwefeltem Diesel kann, muß aber nicht gut gehen.

Erich