..s'ist zum Mäusemelken: Von den fatalen Folgen eines hohen Schwefelgehalts im DK schreiben wir ja seit einigen Seiten. der Mechanismus dahinter ist die dramatisache Zunahme an Partikelmasse, weil der Schwefel wunderbare Kondensations- und Anlagerungskeime liefert.
Nochmals zu den Additiven:
Generell lieber nicht - die Maximaldrücke in den CR-Systemen im Kfz werden auch erreicht, da geht es dem niederbelasteten Stationärmotor besser, und das Zusetzen der Filter durch die Asche steht auch in den VW-Unterlagen. Und die extremen Partikelmengen bei sagen wir 2000 ppm Schwefel krieg' ich ohnehin nicht weg (bzw. durch den DPF)
Im Ausnahmefall schon: und zwar dann, wenn ich bei niedrigen Außentemperaturen, bei sehr viel Teillast/Stop-and-go/Kurzstrecken unterwegs bin. In drei Wochen komme ich de facto nicht in Gegenden mit "Katastrophendiesel" außer nach Serbien. Also: Wenn ich zwei Wochen Belgrader Stadtverkehr vor mir habe - gut. Wenn ich zwei Wochen nur vom Quartier zum Strand fahre, je 2 km - auch gut. Wenn ich (nicht lachen, das ist einem Bekannten passiert) ein waidwundes Auto mit 30 km/h durch Kasachstan tragen muss - könnte ein Fläschchen in Reserve auch nützlich sein.
Als simple Regel: ungeeignet. Und ich darf vorschlagen, dass alles, was nicht nch simpler Regel klingt, im Einzelfall mit dem technischen Partner der Wahl besprochen wird, hier laufen uns die Fäden einfach durcheinander.
Zur Kraftstoffqualität im Lauf der Zeit: wer Abgasnormen einführt, die nur mit DPF zu schaffen sind, wird auch für den entsprechenden DK sorgen (müssen). Das ist mE aber erst mit E5 aufwärts der Fall...
De Russen scheinen auf gutem Weg zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil
a) die "wichtigen Menschen" europäische Kfz fahren,
b) der Herr Putin auch Produkte und nicht nur Rohöl verkaufen will, und last but not least
c) durchaus Geld im Umlauf ist
Südamerika halte ich für das "schwarze Loch", ins südlichere Afrika kommt am Landweg ohnehin niemand mehr durch.
Grüsse
Peter