Hallo,

bitte nicht Einspritzdüsen, Einspritzventile und Injektoren verwechseln!

In klassischen Dieseleinspritzanlagen sind Einspritzventile verbaut, in denen unten die Einspritzdüse sitzt (sh. auch "Technisches Handbuch Dieselmotoren" von Prof. Sperber). Umgangssprachlich werden Einspritzventile fälschlich auch als Düsen, Düsenstock, Einspritzdüse u.ä. bezeichnet. Ähnlich falsch wird die Einspritzdüse oft als Düseneinsatz bezeichnet.

Auch von vielen Werkstätten, Werkstattketten und in Unterlagen werden hier die Begriffe nicht immer korrekt verwendet.

Bei modernen elektronisch gesteuerten Einspritzanlagen spricht man statt dem Einspritzventil vom Injektor.

Eine verschlissene Einspritzdüse bzw Injektor führt anfangs zu mangelhaften Kraftstoffluftgemischen und damit zum unrunden Motorlauf. Wenn die Einspritzdüse bzw Injektor nur noch pißt, kommt es zu Schäden auf der Kolbenoberfläche bis hin zum Totalschaden des Motors.

Bei klassischen Einspritzanlagen kann man die Einspritzventile erneuern oder nur die Einspritzdüsen. Hierzu benötigt man das notwendige Wissen, Ziehwerkzeug und die Ersatzteile (Dichtungen nicht vergessen). Wechselt man nur die Einspritzdüsen, so benötigt man noch ein Abdrückgerät und evtl. Einstellscheiben.
Bzgl. Injektoren sh. Beitrag von Erich.

Feldmäßig reicht evtl. der Austausch nur einer Einspritzdüse oder Einspritzventil. Als Werkstatt wechselt man immer alle Einspritzdüsen, Einspritzventile oder Injektoren, da es nur eine Frage der Zeit ist, bis dann im nächsten Zylinder diese ebenfalls ausfallen. Sei es durch Verschleiß oder Schädigung durch die Kraftstoffqualität.

Gruß

Rocky


Last edited by Rocky; 15/03/2012 07:59.

Die Ernsthaftigkeit eines Offroaders erkennt man an der Kennzeichenbefestigung...

...und wer keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten.