Nun interessiert mich auch mal, in welchem Verhältnis bei Euch die LI der Reifen und die tatsächliche Achslast stehen, denn ich bin mit meinem - weiter oben schon als "Senkblei" bezeichneten - Teil mit LI 120 und 2600kg an der Hinterachse schon bei Straßendruck am Limit ... und dann 1,2 bar?
Hallo Bernhard
Der absolute Druck ist hier nicht entscheidend, sondern die Vergrösserung des "Fussabdrucks" der Reifen, der bei tieferem Druck ja nicht vor allem breiter sondern vor allem länger wird (bis zu drei- oder viermal so lang). Bei hoher Achslast ist derselbe Zustand halt vielleicht schon bei 1.6 bar erreicht. Dass Dein Reifen bereits bei Strassendruck am Limit ist, kann ich fast nicht glauben und wage zu behaupten, dass im Sand auch Deiner mit viel weniger Druck noch tiptop funktioniert. Heikel wird's, wenn man mit Schwung in ein Dünental oder ein Loch hinabfährt und dabei noch einlenkt, wobei auch schon Reifen übers Felgenhorn gesprungen sind ...
Ich stelle mittlerweile auf weichem Untergrund den Reifendruck "nach Auge ein", nachdem ich anfänglich mal auf z.B. 1.5 bar abgelassen habe. Gerade im tiefen Druckbereich hat die Reifentemperatur einen grossen Einfluss auf den Druck, und was bei kalten Reifen noch gut funktioniert hat, kann 20 Minuten später schon zu viel sein, wenn es wirklich darauf ankommt. Speziell "nach Auge" verfahre ich beim Druck "vorne-hinten", das heisst, wenn z.B. der vordere Reifen mal so aussieht, wie ich das will, dann lasse ich hinten so lange Luft ab, bis der Fussabdruck in etwa gleich aussieht. Damit ist der unterschiedlichen Achslast genüge getan.
Damit habe ich nicht Deine ursprüngliche Frage nach dem Lastindex beantwortet, aber wenn man davon ausgeht, dass der Reifen einen genügenden LI hat, dann funktioniert er auch im Sand bei tiefem Druck, da dort die wirkenden Kräfte i.d.R. viel schonender sind als z.B. auf rauem Fels.
Grüsse,
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oliver