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#509150 11/06/2012 22:33
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Besserwessi
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Guten Abend, allerseits! nuts

Folgende Lage: Ich muß mich Ende Juli in einem Bergdorf, knapp hinter dem albanisch-mazedonisch-griechischen Dreiländereck zur Teilnahme an einer größeren Familienfeierlichkeit einfinden.

Flieger nach Thessaloniki kommt nicht in Frage - und mit der Karre die 2.300km im Vogelflug runterdonnern eigentlich auch nicht, zumindest nicht auf der Hinfahrt. Ich würde das gern etwas entspannter angehen und mir ca. eine Woche für die Runterreise Zeit nehmen

Ich stelle mir, nach etwas Recherchieren, vor - war da unten noch nie richtig - von Aachen aus grade folgende Route entlang der Adria vor (- mit Camping irgendwo rund um die Etappenzielorte, versteht sich):

Tag 1: Aachen -> ca. Berchtesgaden
Tag 2: Berchtesgaden -> Rijeka
Tag 3: Rijeka -> Split
Tag 4: Split -> Dubrovnik
Tag 5, 6 + 7: Montenegro, Albanien, Mazedonien

Ihr ahnt es: Die letzten drei Tage machen mich etwas huschig . . . grin Irgendwelche Tips?

Die Tour, die ich wahrscheinlich allein fahren werde, ist auch ein wenig zum "Scouting" gedacht, weil wir uns dort unten demnächst gezielter umschauen wollen . . .

Dank + Gruß, Till

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Spanngurt-Paranoiker
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Hey Till,

diese Tour bin ich früher viel gefahren. Das war aber das letzte Mal 1989. Insofern kann ich nicht wirklich viel dazu sagen.

Außer dass es wirklich schön da ist. Vor allem Montenegro und Mazedonien sind toll.

Wirklich äußerst beschissene Erfahrungen habe ich immer nur in Serbien und Kosovo gemacht. Wurde mit Steinen beschmissen und mit Messern und Sensen vom Mopped geholt.

Der Zeitplan stimmt.

Also, auf und los. lachen

Zappa


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Silent & Noisy
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Servus Till!

Mitte Februar war ich dort mit meinem Sohn auf der Rückreise von Istanbul. Ein paar Zeilen aus dem Reisebericht:

Über Thessaloniki durch unfaßbar häßlich zersiedelte Landschaften bis Edessa. Richtung Florina schon viel Schnee. Der Gedanke, später vielleicht mit der Blue Star Ferry von Igoumenitsa nach Venedig zu fahren, erwärmt etwas die Gedanken. Den verschneiten Paß hinter Florina schaffen wir fast. Irgendwann ist dann aber doch Schluß trotz neuer guter Winterreifen. Mit elegantem Schwung wenden und zurück nach Florina kriechen. Dort kaufen wir Schneeketten (So fast, so easy, so safe) und nehmen den Paß erneut in Angriff. Es geht langsam aber unaufhaltsam voran. Die Nacht kommt schnell und bei einem der vielen Bärenwarnschilder auf der Abfahrt halten wir an, um die Ketten wieder abzulegen. Klasse! Abenteuer bestanden. Am Ufer des völlig zugefrorenen Kleinen Prespa-Sees im Ort Leimos stellen wir uns auf den verschneiten Parkplatz der Town Hall (steht so dran, kann auch nix dafür) und verbringen die kälteste Nacht der Reise.

Morgens minus 10° im Bus, alles voller Eis, aber die Standheizung läuft sogar, der Motor springt an und wir frühstücken wohlgelaunt, nachdem wir an einen sonnigen Platz gefahren sind. Dankbar schreiten wir über den langen Steg zur Klosterinsel Agios Achilleios. Eiskalt ist es und ein schneidiger Wind bläst übers Eis. In einem kleinen offenen Wasserloch drängen sich hunderte von Blesshühnern. Das Kloster exisitiert nicht mehr, malerische Ruinen, ein paar Häuser und kleine Kirchen und genügsame, sehr dichtfellige Kühe sehen wir auf unserem Rundgang.

Besuch im Luc-Hoffmann-Haus bei der Society for the Protection of Prespa. Wärme, Kaffee und ein freundliches Gespräch mit Fotini. Danke dafür! Mittag in der Sonne am See. Milan zaubert Psychodelic Music aus seinem Handy. In a Gadda da Vida, Jefferson Airplane und so was. Unglaublich. Ich bin etwas, naja, wie soll ich sagen?

[Linked Image von up.picr.de]

[Linked Image von up.picr.de]

[Linked Image von up.picr.de]

Um die Bergschuhe nicht ganz umsonst mitgenommen zu haben, besteige ich einen kleinen Berg am Ostufer des Sees. "Kale" heißt er, was natürlich ein Überbleibsel aus osmanischer Zeit ist. Kale heißt Schloß im Türkischen. Vom Gipfel tut sich ein sagenhafter Blick über den See auf, auch auf den kleinen albanischen Teil. Abgeerntete Bohnenfelder erstrecken sich weit unter mir bis zum Schilfgürtel des Sees und auf dem ziemlich letzten flimmert etwas in der kalten Luft, das ein vergessenes Grünkohlgrüppchen sein könnte oder eben: Gänse. Also hinfahren, mit Spektiv und hochgeschlagenem Kragen anpirschen und feststellen, dass es ein großer gemischter Schwarm von Bless- und Graugänsen ist. Leider finde ich keine mit Halsringen.

Im Windschatten einer geschlossenen Taverne und mit Morgensonne verbringen wir die zweite Nacht in dieser tollen Landschaft. Wir beschließen, "ganz normal" an der Adriaküste nach Norden zu fahren, nachdem Milan einige Wetterdaten abgerufen hat. "Fahr’ ma heim!"

Also zur albanischen Grenze. Abfertigung ist korrekt. Trotzdem mag ich keine Grenzen. Kann die mal bitte jemand komplett entsorgen? Über Korce, Pogradec am Ohridsee (hierher muß mal jemand einige Autotransporter voller T3 importiert haben), Librazhd, Elbasan, Tirana (gründlich verfahren wegen fehlender Schilder) und Shkoder zur montenegrinischen Grenze. Wir bleiben auf der großen Straße, keine Abstecher in die Berge, denn die sind dick verschneit, es ist kalt und jetzt wollen wir heim. In den Orten und an den Straßen, meist bei den Bushaltestellen, stehen unfaßbare Menschenmengen. Fast nur Männer. Alle rauchen. Alle warten. Auf den Bus, auf eine Arbeit, auf die Zukunft. Oder was machen die da?


Gruß und genieße es!
Matti


ex oriente lux · cedant tenebrae soli
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da kommt ja selbst ein G noch weiter...
da kommt ja selbst ein G noch weiter...
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Für Albanien hau mal den Nosch an, der steckt da tief drin :-)

Für Makedonien kann ich Dir auch einen Eingeborenen nennen.

GC

PS: Dein Kram ist da!


B: Diverse Range Rover Teile Classic und 38a

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fuel saving device
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[quote=Till]....und mit der Karre die 2.300km im Vogelflug runterdonnern eigentlich auch nicht, zumindest nicht auf der Hinfahrt.

Hallo Till,
falls Du die Rückfahrt etwas entspannter angehen möchtest, könnte evtl. die Fähre (z.B. SuperFast) von Igomenitsa nach Ancona eine interessante Alternative sein. Spart ca. 800-900km Fahrtstrecke.


Grüße
Reinhard


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