Original geschrieben von IVECANER
Hallo Erich,

nun ja, verbrannt habe ich mir die Finger nicht, kam mir nur heisser vor als vorher mit mehr Reifendruck

Was daran iegt, daß der Reifen nunmehr mehr federt (=walkt) und sich stärker erwärmt. Wobei "die Finger nicht verbrannt" auf ca. 40°C hindeutet, was für den XZL nun in keiner Weise kritisch ist.


Original geschrieben von IVECANER
Was mich schon eher nachdenklich macht - mein Bruder, der mit dem Oka, hinten 2,8 to, vorne 2,2 to, fuhr lange Zeit die XZL mit etwa 3,8 bar, die Dinger haben sich dabei immer stark an den Außenrändern abgefahren. Bei seinem 3. Satz fährt er nun seit 60.000km bei knapp 5 bar, mit gleichmäßigem Abrieb. Aber da spielen ja noch viele andere Faktoren eine Rolle, Sturz und Spur etc., also schwer zu vergleichen.
Ich nehme an Du beziehst mit dem "Abfahren an der Außenseite" auf die Vorderachse ?
Dieses Phänomen ist "systembedingt" und findest Du auch an BREMACH, SCAM, LR, Unimog und Toyota Starrachsen und resultiert aus Sturz und Nachlauf. Unsere Empfehlung lautet ca. alle 20-25.000 Km die Vorderräder nach hinten zu wechseln, da die Räder an der Hinteracshe parallel stehen und somit der Profilabrieb auf der Reifenmitte stattfindet, soll heißen die bereits leicht schräg abgefahrenen Vorderrifen werden nunmehr mittig "abgefahren". Druch dieses regelmäßige Wechseln, schaffen unsere Kunden 60.000 (sogar bis zu 80.000)Km mit dem XZL, OHNE mit total überzogenen Luftdrücken herumfahren zu müssen.

Original geschrieben von IVECANER
In Punkto Hoppelei auf Betonautobahn hat das Absenken des Druckes jedenfalls nicht wirklich etwas gebracht.

Ok, dann kannst Du, um die Spurtreue auf Asphaltstrassen zu verbesseren und den Rollwiderstand etwas zu senken bei Deinen Achslasten auf 3 Bar vorne+hinten gehen.

Die hier immer wieder kolportierten Luftdrücke sind aber schon erheblicher Blödsinn. Also entweder ist Eure Bedienungsanleitung Mist oder Ihr habt alle keine Ahnung von dem Reifenkonzept daß Ihr montiert habt.
Bei 4,5 bar hat der 255/100 R16 und einer Vmax von 110 Km/h hat der Reifen eine Tragfähigkeit von 1700 kg und bei 100 Km/h von 2120 kg. Also wozu sollen die 5 bar(und das noch an der Vorderachse mit 2,2 to) gut sein ?????
Mein Vorschlag: Gleich auf der Felge fahren.

Bezüglich der Hoppelei: Peter und Ozy haben es auf den Punkt gebracht. Das Federkonzept mit Zusatzblattfeder, die erst ab einem Achsdruck X wirkt ist typische "State of the art" Baustellenauslegung für Fahrezuge im Straßenbetrieb. Also "Leer" zur Schottergrube, somit "federn" nur eine paar Blätter (ca. 9-12 mm Einfederung/100 Kg, lineare Einfederung) und anschließend "voll be(über)laden" zurück zu Baustelle, dabei liegt das Hauptfederpaket dann auf der sogenannten "Ballestrino" auf (ca. 3mm/100 kg anfangs lineare Einfederung mit dann extrem steilem Ansteig. alao Knick in der Kennlinie).
Und weil der typische Italiener unter einem 5,5 Tonner mind. 5,5 Tonnen Nutzlast versteht, ist dieses (oder mehrere) Zusatzblatt(er) entsprechend dimensioniert.
Lustig wird das Ganze dann im Gelände, denn dann wirkt dieses Konzept wie ein Katapult, denn bei jeder Unebenheit hebt es das Fz hinten aus den Federn und dann knallt es auf das Zusatzblatt, das dann die Hinterachse hochkatapultiert.
Wer jetzt dieses Phänomen mit einer Zusatzluftfeder "verbessern" will, indem versucht wird durch Verhärten des Luftbalges die Federung des Hauptfederblattes verzögert auf das Zusatzblatt knallen zu lassen, leitet aber nunmehr durch die Luftfeder die Achslasten in einem Bereich des Rahmens ein, worauf dieser nicht ausgelegt ist.

Also jeder der nur ein Mindestmaß an Gelände(technischem) Wissen hat, muß sich an den Kopf greifen über eine derartigen Lösungsansatz.