Original geschrieben von landybehr
Eins gibt, das eint alle. Hier auch.
Es ist, vorweg, so banal es klingt, das, was, denke ich ganz sicher, uneingeschränkt für jeden gilt - nämlich, daß sich jeder gern in jedem Moment gut fühlt.
Und da ist es möglicherweise ein Instrument, sich aktiv besser zu stellen, als andere.

Zum Beispiel, indem man andere disqualifiziert. Das scheint im Umkehrschluß ("ich bin also besser") gut für das Selbstbewusstsein und damit eben passt das zur o.g. Prämisse.

Es gibt dabei nur zwei Haken: zuerst ist es die Wirkung and andere (wer hat es gern, erniedrigt zu werden. Welche Reaktion soll man da überhaupt erwarten ? Und auch das Mittel Arroganz, als auch zur Schau gestellter Narzismus werden überzufällig oft negative Reaktionen erwirken).
Zweitens: mache ich andere schlechter als mich, dann habe ich MICH selbst kein bißchen verändert. Ich bin immer noch dasselbe Arschloch, 0815, Normal, Weltverbesserer oder wasauchimmer, wie zuvor.

Schätze, nicht nur ich finde mich im eben erklärten wieder. Gerade hier im Thread.


Du hast Recht, mit dem, was Du schreibst. Es ist aber eben nur ganz allgemein gueltig, nicht umfassend und nicht bei jedem - diesem - Thema. Es gibt Themen, die die Person zwar beruehren, in ihrer Tragweite aber uebersteigen.

Hier wird doch z.B. immer wieder die ewig gleiche Weltanschauung ausgebreitet. Das koennte sogar interessant sein - weil kontrovers und damit u.U. weiterfuehrend -, wenn es nicht unweigerlich sofort in wueste persoenliche Angriffe/Abwertungen muenden wuerde. Statt Argumente (was anstrengender zu sein scheint) kommen dann Hohlformeln, siehe: Gutmensch, Weltverbesserer, Spinner, Geschreibsel...usw.. Wenn dann in der Antwort darauf klar wird, wie leer ein solches Schlagwort ist, dann erzeugt das bei Einigen eben heftige Frustrationen!
Ein wesentlicher Schwachpunkt scheint mir auch zu sein, dass Beitraege die eigentlich nur eine Antwort sind, als ursaechlich betrachtet werden! Wer macht sich schon die Muehe, den Faden da aufzunehmen, wo er wirklich beginnt?
Man koennte die Automatik des Hochschaukelns schlechter Gefuehle ziemlich einfach vermeiden, wenn man mal versuchen wuerde, direkt zu argumentieren, statt dem Argument mangels Masse durch sterile Beleidigungen auszuweichen.