Hallo Martin

Wow, das hast Du Dich aber nicht geschont! Und uns auch nicht largemarge

Die Preisfrage ist jetzt natürlich: was macht man mit den so erhaltenen Zahlen? Während ich für die Achslasten (anzustreben wäre eine Achlastverteilung von 50:50) noch einen direkten Einfluss auf das Design des Innenlebens des Aufbaus und auf die strategische Platzierung von schwerer Ausrüstung (Tanks, Batterien, Winch, Quad (nein ... besser fangen wir nicht wieder damit an ...) etc.) sehen kann, bleiben die weiteren Werte wohl einfach Zahlen.

Der Schwerpunkt ist ein rein theoretischer Natur. Natürlich soll er möglichst tief liegen, aber das erreiche ich auch ohne Rechnen, indem ich

1. mal alles zuhause lasse, was nicht unbedingt mit muss, weil es wahrscheinlich ohnehin über dem Schwerpunkt des unbeladenen Fahrzeugs zu liegen kommt
2. den Rest so nahe am Boden wie möglich platziere

Selbst der dynamische Schwerpunkt meldet sich nicht, wenn er im Begriffe ist, sich über die Standfläche Deines Fahrzeugs hinauszubewegen, um da den Kippwinkel zu treffen. Auch wenn Du genau wüsstest, bei welchem Radius bei welcher Geschwindigkeit bei welcher Geländeneigung das Fahrzeug an den kritischen Punkt kommt, wird Dir das Gelände einen Streich spielen und mit einer weichen Mulde aufwarten, die dem Schwerpunkt noch einen kleinen Kick gibt. Und gerade hier geht leider auch probieren nicht über studieren, und es ist ein Fall für die gute alte ErFAHRung ("Experience is the worst teacher — it does the test first and teaches the lesson afterwards ..."). Soll heissen: Fahrtrainings wie jenes in der Lausitz sind exzellente Gelegenheiten, um die Grenzen etwas auzuloten. Das hilft mehr als alle Berechnungen.

Ich will Dich damit nicht die Zahlenlust verleiden (ich bin selbst auch ein Zahlenheini), aber ich glaube, Du zäumst Dein Reisemobil damit am Schwanz auf. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass bei der Planung! Eine sehr spannende Phase, an die ich mich gerne zurückerinnere (leider auch eine voller Unsicherheiten).
Ich entscheide selbst meist nach dem Prinzip "less is more", andere dagegen bevorzugen "worse is better" hihihi

Liebe Grüsse
--
oliver