Original geschrieben von Dámedos
Hallo Martin

Wow, das hast Du Dich aber nicht geschont! Und uns auch nicht largemarge

Die Preisfrage ist jetzt natürlich: was macht man mit den so erhaltenen Zahlen? Während ich für die Achslasten (anzustreben wäre eine Achlastverteilung von 50:50) noch einen direkten Einfluss auf das Design des Innenlebens des Aufbaus und auf die strategische Platzierung von schwerer Ausrüstung (Tanks, Batterien, Winch, Quad (nein ... besser fangen wir nicht wieder damit an ...) etc.) sehen kann, bleiben die weiteren Werte wohl einfach Zahlen.

Hallo Oliver,

sorry, ich will gerade mit diesem Beitrag niemanden Arbeit machen. Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich will mit dem Beitrag niemanden bitten, meine Berechnungen zu verifizieren und meine Kalkulation im Detail zu überprüfen. Schon gar nicht soll jemand den dynamischen Kippwinkel meines noch gar nicht gabauten Mobils berechnen, ich weiß selbst, dass der allenfalls theoretische Nutzen in der Praxis wertlos wäre.

Sehr wohl für sinnvoll halte ich es, sich vor Baubeginn Gedanken über das zu erwartende Gewicht zu machen (dann kann man Dinge noch weglassen bevor man sie teuer gekauft und eingebaut hat). Auch sollte man, wie Du selbst sagst, eine möglichst gleichmäßige Gewichtsverteilung in Längs- und Querachse anstreben. Dafür können solche Berechnungstabellen schon mal hilfreich sein. Wenn man dann schon alle Gewichte einträgt, fallen manche Zahlen dann halt mit Ergänzung einer kleinen Berechnungsformel sozusagen als Abfallprodukt mit an, hier beispielsweise der Schwerpunkt in der Hochachse und der statische Kippwinkel.
Wenn man nur eine nahezu leere Kiste will, kann man sicherlich auf solche Berechnungen verzichten, aber es streben eben nicht alle die magischen 3,5 t an (und auch da sollte man von Anfang genau rechnen).

Ich kann aus dem jetzigen Zahlenwerk z.B. ersehen, dass für eine günstige Achslastverteilung womöglich der ganz lange Radstand besser ist. Auch habe ich schon ein paar Dinge zwischen links und rechts verschoben für gleichmäßige Radlasten. Und vielleicht will es noch mal jemand für seine Planungen nutzen (Beim fertigen Auto würde ich auch einfach mal eine Radlastwage nutzen).

Das "less is more" Prinzip kann man beliebig weit treiben, mit dem Fahrradfahrer, der neben mir bei -35°C sein Einmannzelt aufgebaut hat, will ich aber auch gar nicht konkurrieren. Meine Komforteritis macht beim Leergewicht etwa 210 kg aus, andere Dinge (z.B. die schwere 3er Sitzbank) resultieren aus einem anderen Anforderungsprofil. Mir ist es das wert.
Mein Konzept sieht ansonsten vor, immer nur das mitzunehmen, was für die Tour notwendig ist. Dachbett, Stockbett hinten, Winde, Sandbleche, Trennwand zum Fahrerhaus usw. bleiben i.d.R. zu Hause, weder Diesel noch Wassertanks muss ich in Mitteleuropa ganz füllen. Bei den meisten Touren kann ich so auf 4,2-4,3 t kommen. Klar gibt es da mal Tracks an denen man scheitert und die man mit weniger Gewicht noch hätte meistern können, aber frisch gebackene Semmeln an der Askia in Island können auch Gold wert sein smile
Ich schlage vor, wir tauschen unsere Komort- zu Minimalismus-Philosophien dann beim lupo aus, wer auch immer zahlt wink

Herzliche Grüße aus Würzburg

Martin

P.S.: Ein Quad war und ist nicht vorgesehen (ich bevorzuge da mein 10 kg Faltrad), die Winch kann (da eben nicht fest eingebaut) jederzeit zu Hause bleiben.