genau. Wenn man etwas nicht genau weiß, versucht man, mehr Wissen zu sammeln. Mit den Möglichkeiten und "Horizonten", die einem zur Verfügung stehen.
Es gibt eine Natur des Menschen, zu mystifizieren; das kommt noch dazu.

Ich meine, die meisten wichtigen Wahrheiten sind einfach.

Also - nein. Da ist nichts dran. Es ist der Versuch, Regeln zu finden, um das eigene Tun zu leiten und zu bewerten. Der Glaube versetzt dabei die Berge. Es ist auch dabei das, was ich als Horoskop-Effekt bezeichne. Nämlich das, daß man, wenn man gezielt auf Dinge achtet, die Wirklichkeit verzerrt und sie dann auch so sieht, wie prophezeit wurde. (So sage ich voraus, daß jedem von uns morgen ein kleines Unglück passiert. Achtet darauf, irgendeins findet Ihr, das Ihr sonst gar nicht groß beachtet hättet).
Das treibt im Leben der Menschen allerlei Stilblüten. Mal ist des Vodoo-Glaube, mal sind es Wasseraden, oder die elektromagnetische Strahlung die dazu treibt, in den gesamten Hauswänden Drahtnetze einputzen zu lassen und noch mehr. Gab auch mal jemand, der in Alufolie verkleidet herumlief - gegen die Strahlungen. Was hier nun aber zu weit geht, weil das ja doch mal pathologisch ist.

Also, die Beobachtung ist eben so eine Sache. Vor allem, wenn das Wissen um Dinge lückenhaft ist.

Für mich ist das auf harmloser Alltagsebene alles "die Psyche". Aber wenn wer dran glaubt und damit glücklich ist, meinetwegen. Mir erklären Wissenschaft und vor allem das menschliche Naturell die allermeisten Dinge.


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