Hallo Sepp,

für unseren Aufbau wäre sowohl der 3,45 als auch der 3,70 Radstand möglich. Hätten wir uns für 3,45 entschieden, würden wir die Wohnkabine auch fest mit dem Fahrerhaus verkleben, um möglichst weit vorne zu sitzen. Bei 3,70 haben wir das Problem der hohen Lasten auf den Hinterachse nicht und müssen nicht maximal nach vorne mit den Kabine. Um flexibler zu bleiben und die Kabine leichter abnehmen zu können, haben wir uns für die freie Variante entschieden und werden die Abdichtung zwischen Kabine und Fahrerhaus mit einem umlaufenden Neopren-Schlauch realisieren.

Der Kabinenbau hat durchaus Ähnlichkeit mit einem Hausbau, nur dass die Platzverhältnisse wesentlich beengter sind. Selbermachen bedeutet immer jede Menge konstruktive Probleme zu lösen, aber das macht ja auch den Reiz aus. Vor 3 Jahrzehnten habe ich eine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker gemacht, ich habe schon als Elektriker gearbeitet, war in der Baubetreuung tätig, kurz, ich traue mir einen Ausbau durchaus zu. Die Frage ist eher eine Frage des Stundensatzes. So lange der Kabinenbauer preiswerter ist, verdiene ich lieber das Geld für den Aufbau und bezahle. Wird er zu teuer, rechnet sich das Selbermachen wieder und ist eine willkommene Abwechslung zur pausenlosen Schreibtischtäterei. Vor der Garage, die zeitweise zur Werkstatt mutieren müsste ist genug Stellplatz, die notwendige Infrastruktur wäre auch vorhanden.
Die Aussenhülle allerdings will ich nicht unbedingt selbst machen, weil ich zum Thema Fahrzeugbau keinerlei Erfahrung habe und es mir lieber ist ich habe da jemand, der weiß was er tut. Ich kenne meine Grenzen.

Nächste Woche erwarte ich das Angebot für den Komplettausbau, dann kann ich rechnen wie es weitergehen wird.

Beste Grüße
Rüdiger