Gefühlt hab' ich das schon 100-mal geschrieben, aber es gehört offenbar alle Jahre wieder in die Reifen-/Geländetauglichkeitsdiskussion

In der "gusseisernen" Zeit ist die US Army mit einem definierten Kegel durch die Welt gezogen (ok, anno 45ff waren sie ohnehin schon dort) und haben mit definierter Kraft auf den Boden gedrückt. Heraus kam der simple "cone index". Dann sind sie mit unterschiedlichen Reifen(dimensionen) ein bißchen testgefahren: Ergebnis war, dass Durchmesser doppelt so stark wirkt wie Breite.
Ganz vereinfacht die Ursachen: Der schmalere Reifen muss weniger Boden verdichten, dafür ist der Winkel, den der eingesunkene Reifen "herausklettern" muss, umso kleiner, je größer der Durchmesser.
Dem 100er-Querschnitt sei Dank kann sich der 255er bei Luftablassen ziemlich verformen, heißt mehr Aufstandsfläche bieten. Je niedriger der Querschnitt desto weniger bringt's - außer heftiger Flankenverformung, die den rascheren Tod nach sich zieht. Wenn ich Aufstandsfläche rechnen will (Messen wäre schöner, aber gut), wird die einen Prozentsatz der Bodenprojektion Breite x Durchmeser ergeben. Da hat der 315er am Papier 16% Vorsprung. Ich habe mal die "gute, alte" 20-zöllige LkW Reifenreihe mit Aufstandsflächenmesswerten nachgerechnet: in etwa 21,2% der o.a. Grundprojektion waren Aufstandsfläche (sehr linear, ich war beeindruckt). Dazu hatte ich die Daten der MPT-20" Reifen - dort kam etwas in der Größenordnung 24,4% heraus: sind 14% Vorsprung schon bei Normdruck/-belastung. Da gewinnt der 255/100 schon ohne Spielchen mit dem Sruck und gewinnt dank obigen Durchmesser/Breite-Einflüssen um Längen.
Und das ABER: Da mit dem großen Schneckenhaus Reisen und nicht Trialfahren angesagt ist...ist das alles meist sehr egal.
Grüsse
Peter