...Wahrscheinlich auch, weil er das "Galerie Cinema" in Essen, wo der Film seit 4 Jahrzehnten jeden Sonntag-Nachmittag in der Originalfassung gezeigt wird, selber kennt. ....
Ja, sehr gut sogar. Unvergessene Kinotage im kleinsten Kino Deutschlands, auf Holzklappstühlen mit dem surrenden Projektor im Nacken.
Ich glaube den hatten wir noch nicht.
Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen.
Daß die Filmmusik im Digitalzeitalter auf dem absteigenden Ast ist, sehe ich eigentlich nicht so.
Das meinte ich auch nicht, ich habe mich leider falsch ausgedrückt. Ich bezog mich eher auf Disney und den Vergleich zwischen 2D- und 3D-Animationsfilmen. In der 2D-Zeit spielten die Soundtracks bei Disney eine überragende Rolle, im Extremfall sogar dahingehend, dass die Animation zu einem "Picturetrack" für die im Mittelpunkt stehende Musik wurde (Fantasia):
Ich gebe aber zu, dass mich die Singerei in einigen Filmen tierisch genervt hat, und wie sicher viele andere auch habe ich mich köstlich amüsiert, als dieses Disney-typische Element in "Shrek" verarscht wurde:
Trotzdem: Seit "Toy Story" ist eigentlich kein Animationsfilm-Soundtrack mehr wirklich bekannt geworden, oder? Zuvor brachte fast jeder Disney-Animationsfilm einen Hit.
A propos Hit: Es kann auch passieren, dass ohne erkennbaren Anlass ein alter Soundtrack wie ein Phönix aus der Asche ans Licht kommt:
Ja, Disney hatte es schon perfekt drauf. Man erinnere sich auch mal an die Natur-Doku „Die Wüste lebt“ – ein Meilenstein der Naturfilmerei. Bild, Musik und Kommentar bilden eine grandiose Einheit. http://www.youtube.com/watch?v=2WKAXFdl1fg
Das Konzept a la Disney kann aber auch quasi-dokumentarisch/zivilisationskritisch angewendet werden, wobei der Kommentar entbehrlich ist, wenn Bild und Musik eindeutig zueinander passen - Koyaanisqatsi mit der Musik von Philip Glass http://www.youtube.com/watch?v=LFBijDU8PpE
Eine eigene Kategorie sind dann noch reine Musikfilme, in welchen die Handlung nur den Rahmen bildet: Jesus Christ Superstar, hair, oder - schon erwähnt - Rocky Horror Picture Show. Kann man da noch von Soundtrack sprechen? Ich denke nicht. Dann müsste man konsequenterweise dasselbe Genre abseits der Filmleinwand mit einschließen: Musical, Oper und Operette.
Ein wahrscheinlich unbekanntes Beispiel für einen Soundtrack möchte ich noch anführen, weil es eine Sonderstellung einnimmt: Eigentlich kommt es so gut wie nie vor, dass ein für Film geschriebenes Musikstück als selbstständiges Werk Eingang in die großen Konzertsäle findet - Richard Addinsells "Warsaw Concerto", geschrieben 1941 für den Film "Dangerous Moonlight":
Vielleicht wird aber auch meinem letzten Soundtrack-Beispiel diese Ehre zuteil - Musik, so episch wie der Film, den sie begleitet:
Vangelis als Soundtrackkomponist wurde ja schon auf Seite eins genannt, seine beiden bekanntesten Scores (obwohl ich die Musik zu Blade Runner absolut toll finde) sind wohl diese beiden:
Bei der Arbeit von James Horner sind auch ein paar Klassiker dabei, wie Willow, Braveheart und natürlich Titanic: