Original geschrieben von TGB_11
Also mit dem Mindestlohn könnte ich mich im Gegensatz zum Kommentator der FAZ ja noch anfreunden. Da dieser nicht dynamisch ist, dürften 8,50€ in fünf Jahren eh kaum noch was Wert sein ;-)

Das hier

"SPD will „neue Ordnung“
So stärkt man nicht wirtschaftliche Wertschöpfung, die Steuern und Beiträge für absehbar steigende Sozialausgaben tragen soll. Und doch ist der Mindestlohn nur der Anfang des Experiments. Nebenbei stimmen sich die Koalitionäre darauf ein, die Kräfteverhältnisse in den Unternehmen insgesamt zugunsten von Betriebsräten, Gewerkschaften und Sozialpolitik zu verschieben. Die Beschränkung von Zeitarbeit und Werkverträgen soll im ganzen Lohnspektrum oberhalb von 8,50 Euro eine „neue Ordnung“ schaffen, wie es die SPD nennt.

Sie soll Unternehmen anhalten, ihre Geschäftsorganisation mehr an gewerkschaftlichen Idealen auszurichten. Hier geht es auch darum, alte Errungenschaften gut gestellter Kernbelegschaften gegen Ausweichreaktionen abzusichern - selbst wenn das Unternehmen nur weitere tariflich gesicherte Arbeitnehmer einsetzen will, deren Errungenschaften vielleicht etwas weniger den ökonomischen Gesetzen widersprechen. Hier tritt das bereits totgeglaubte Tarifkartell plötzlich wieder auf den Plan; nun aber ist der Staat als Kartellbruder dabei.


finde ich allerdings weitaus bedenklicher. Ich aus meiner Sicht als Unternehmer sehe nicht ein, wieso ich den Betriebsrat fragen sollte, welchem externen Zulieferer ich Aufträge erteile und wem nicht.


Und zu diesem markierten Text merke ich an, dass wir dann wieder dahin kommen, wo wir mal waren. Die ach so derbe Wirtschaftskrise, von Sozial denkenden Menschen durch unberechtigte Forderungen herbeigeführt, konnte durch Lohnverzicht, Gehaltserhöhungsverzicht und Mehrarbeit etc. abgewendet werden.
Wenn man nicht genau so weitermacht, werden wir alle sterben. Ich bin auch der Meinung, dass es wieder eine Tarifbindung geben sollte, mehr bezahlen kann die Firma ja, wenn sie bessere Leute haben will.
Lustig finde ich derzeit hier in Hamburg, dass viele Betriebe neue Arbeitnehmer suchen und erstaunt sind, dass die nicht mehr zu den Konditionen von vor 5 Jahren arbeiten wollen. Teilzeit/flexibel/Schichtdienst ohne feste Schichten/mit dem Hang zum Arbeitgeberunterstützer durch unbezahlte Überstunden. Genug Lehrlinge gab es schon nicht, wer jetzt nicht eine gute Stammbesetzung hat, wird es schwer haben. Aber ein Schuldiger wurde uns ja schon präsentiert.


Atze


Mut zahlt sich bei uns immer aus


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