Erstens: eine Mehrheit ist eine Mehrheit, auch wenn sie dünn ist. So ist das in der Demokratie. Adenauer ist z.B. nur mit einer einzigen Stimme zum Bundeskanzler gewählt worden – seiner eigenen. Jeder, der das anders sieht, setzt sich dem Vorwurf aus, ein schlechter Verlierer zu sein.
mfG
Rainer
Ich sehe nicht, dass das Ergebnis der Abstimmung als solches angefochten wird. Nur über seine Tragweite wird - völlig zu Recht - lebhaft getritten. Und nimms mir nicht übel, aber Dein Vergleich ist sinnlos. Der Bundeskanzler wird nicht vom Volk gewählt, sondern von einer kleinen, klar umrissenen Zahl von Abgeordneten. Und dort zählt eben die Mehrheit einer Stimme. Ein Referendum, welches durch die Mehrheit einer Stimme entschieden würde, ist wohl kaum vorstellbar und würde deshalb mit Sicherheit nicht unangefochten bleiben, eben weil Demokratie keine hohle Formel ist.
Aber gut, die "Diskussion" läuft inzwischen ohnehin ins Leere.