Hallo Jan,

die gefahrenen Kilometer allein sagen nur bedingt etwas aus. Schließlich sind das Transportermotoren, und so ein Daily gilt mit 160.000 Kilometern als gerade mal eingefahren ...

Was das konkrete Fahrzeug betrifft, kann ich Dir nur die Standardantwort von hier geben: Erfrage nähere Details vom Eigentümer, genaues Baujahr, Motor, evt. sogar Rahmennummer. Mit dieser Info kontaktierst Du Erich Christ. Es gibt kaum einen Bremach in deutschsrachigen Landen, der nicht irgendwann durch seine Hände gegangen wäre, und wenn er zusätzlich eine Servicehistorie bei ihm hat, umso besser.

Zur Sache insgesamt: Wir haben jahrelang mit Geländewagen und Zelt Urlaub gemacht, das ist nochmal schwieriger als Auto mit Dachzelt, denn man benötigt die gleiche Fläche des Autos nochmal für das Zelt. Das war mit zwei Hunden aber auch die einzige sinnvolle Möglichkeit. Irgendwann mal kam das klassische Murtaugh-Syndrom zum Tragen ("Ich bin zu alt für diesen Scheiß!"), und nach einem ziemlich mit Regen behübschten Spanien-Urlaub wünschten wir uns ein Mobil, in dem wir auch bei Schlechtwetter kochen, essen und schlafen konnten.

Die Entscheidung, sich den Wert eines Appartements auf den Hof zu stellen, wurde vor allem damit gerechtfertigt, dass wir ziemlich oft nur so ein verlängertes Wochenende unterwegs waren, mal nach Tschechien, die Slowakei, Slowenien usw. Diese Spontanität, nicht erst das Alltagsauto für das Wohnen umrüsten und beladen zu müssen, war ein zentrales Argument für ein spezielles Womo. (Gut, es kommt oft anders, als man denkt: Mittlerweile kauften wir ein Haus mit schönem Garten am Land, und der Wunsch, mal eben auszubrechen, ist sehr viel kleiner geworden - aber das steht auf einem anderen Blatt ...)

Deshalb mein Rat: Wenn Du die (hohe) Wahrscheinlichkeit siehst, dass Du den Wagen öfter im Jahr nützt, dann zahlt sich ein Bremach-Womo eher aus (z.B.: ich fahre jedes Jahr über mehrere Tage zur größten Uhren- und Schmuckmesse nach Basel. Hotelzimmer sind im Umkreis von 100km ausgebucht. Mit dem Bremach stehe ich kostenlos in absoluter Ruhelage neben den Standbau-Trailern, zu Fuß eine Viertelstunde von der Messe entfernt. Für solche Zwecke, also Besuch von Schulungen etc., ist das eine tolle Sache). Wenn es ausschließlich nur für die besagten drei Monate, und danach für max. zwei Wochen im Jahr genützt wird, würde ich mir das Geld sparen.

ad Hallenplatz: Zumindest ein Carport sollte sein, trockene Halle ist besser.

Marcus


Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!