Hallo Leute
Teil 1 der Aktion - Spiel der Pleuellager überprüfen - ist am vergangenen Samstag über die Bühne gegangen.
Zugänglichkeit von unten war nach Entfernen von Querträger, Oelwanne und Oelsaugkorb nicht so schlecht.
Bei Zylinder Nr. 3 waren die Hydraulikleitungen des Lenkzylinders etwas störend, deshalb habe ich die ganze Einheit gelöst und konnte den Lenkzylinder so etwas nach vorne/hinten bewegen. Bei Zylinder Nr. 4 ist die Oeffnung unten im Block deutlich kleiner als bei den anderen. Dieser Pleuellagerdeckel lässt sich nur im OT entnehmen und dies ist doch etwas weit oben im Motor. Etwas Gefummel, aber geht.
Alle Pleuelzapfen auf der Kurbelwelle haben noch Originalmass von 56.5mm (mit Messschieber bestimmt, gemäss Motordaten sind es 56.520-56.535mm). Somit wurden die Zapfen auf der Welle nie nachgeschliffen und es sind Standard Lagerschalen verbaut. Die Flächen sehen fein und unbeschädigt aus.
Letzteres kann man von den Lagerschalen nicht unbedingt behaupten, kleine Vertiefungen oder Riefen (wirklich nur kleine) sind durchaus zu sehen.
Die Messung des Lagerspiel per Plastic Gauge brachte erstaunliche Abweichungen innerhalb einiger der ca. 20mm breiten Lager zu Tage:
- Zylinder Nr. 1 > 0.045-0.060mm
- Zylinder Nr. 2 > 0.025-0.063mm
- Zylinder Nr. 3 > 0.025-0.070mm
- Zylinder Nr. 4 > 0.050-0.075mm
Vorgabe gemäss Motordaten von Iveco ist 0.028-0.075mm.
Somit liege ich nirgendwo ausser Toleranz, wenn auch teilweise hart an der Grenze.
Aber warum ist das "Tragbild" an Zyl. Nr. 2+3 so schief ?
Zylinder Nr.1 normales Tragbild
Zylinder Nr.2 "schiefes" TragbildAuch wenn die Ursache für mein "klopfendes" Geräusch damit kaum gefunden ist, werde ich an allen Pleueln neue Lagerschalen einbauen.
Ich denke nicht, dass diese bei der Revision ersetzt wurden, denn für bloss 240 Betriebsstunden sehen sie doch etwas alt aus.
Nächster Schritt ist dann befüllen mit der selben Oelsorte wie vorher und dann wieder eine Testfahrt.