Original geschrieben von Oliver
Ich glaube nicht wirklich an die Angst davor nicht zu wissen wie man mit so einer Situation umgeht. Es mag vereinzelt zutreffen. Vielfach dürfte es aber eher eine Schutzbehauptung sein um die eigene Gleichgültigkeit nicht zugeben zu müssen. Wegschauen ist doch leider nicht nur in solchen Situationen an der Tagesordnung.

Es gibt für unserer Reaktion auf Unbekanntes/Bedrohliches (kuehler könnte man es auch Sozialverhalten nennen) immer verschiedene Gründe. Insofern trifft sicher auch Deine Beobachtung (Erfahrung!) zu. Die Wurzel liegt wohl im Pendeln zwischen atavistischem Reflex (oft reine Angst, als Selbstschutz), Nichtinteresse und ebenso natürlicher, spontaner, Empathie. Das sind ja keine neutralen, unpersönlichen Reaktionen von Irgendwo, sondern eine Art feedback der eigenen Persönlichkeit. Und dabei ist ganz sicher auch Wegschauen oft die traurige Realität.

Du hast ja jetzt erfahren muessen, dass man in solchen Grenzsituation, wo es plötzlich ohne Vorbereitung ums Ganze geht, einigen Wahrheiten sehr nahe kommen kann. Und wenn man durch ist, dann hat man die Chance für das "zweite Leben", von dem Du schreibst! yahoo