Hallo zusammen,
@ Otto1,
du bist schlecht informiert! Dieses System ist Stand der Technik und wird beim Unimog seit 1973 so verwendet.
das ist so nicht ganz richtig (abgesehen davon, daß es beim Unimog 1973 Serie wurde, aber schon Ende der 60er verbaut wurde, ein solches Fahrzeug stand bis vor ein paar Jahren hier in der Nähe

):
Die Bremsanlagen von Unimog und G unterscheiden sich in einem Punkt grundlegend:
Beim Unimog sind 2- oder 4-Kolben Festsattel verbaut, beim VW (und auch beim G an der Hinterachse) sind es Schwimmsattel (bzw. Faustsattel). *
Letztere haben m.E., trotz mancher Vorteile, einen gravierenden Nachteil: Dadurch, daß der ganze Sattel bei jeder Bremsung in Bewegung ist, ist er ziemlich Anfällig für Dreck, welcher gerne (und oft) u.A. die Schiebestücke verdreckt und damit den Sattel zum Klemmen neigen läßt. Diese Probleme kenne ich von vielen Fahrzeugen von PKW über Transporter bis zum LKW.
Und die elektrische Betätigung tut ein Übriges dazu, ein weiterer fehleranfälliger Punkt.
* Beim Festsattel sitzt das Gehäuse fest an der Achse, und jeder Belag hat einen oder mehrere Bremskolben, die diesen auf die Scheibe drücken
* Beim Schwimmsattel in seinen verschiedenen Ausführungen ist nur auf einer Seite ein Kolben angebracht. dieser drückt den Belag, an dem er anliegt, von der einen Seite auf die Scheibe, gleichzeitig drückt er den Sattel selber zur anderen Seite, wodurch der gegenüber liegende Belag (der direkt am Sattel anliegt) ebenfalls auf die Scheibe gedrückt wird