Entscheidend für das Systemverhalten ist doch das Zusammenwirken der beiden Komponenten Feder und Dämpfer. Über die Anbindung der Feder an den Fahrzeugaufbau/Rahmen und den Radträger werden Federkräfte weitergeleitet, bzw. Energien verschoben.
Nur der Dämpfer hat die Möglichkeit dem System kalkuliert Schwingungsenergie zu entziehen. Und macht er das nicht bzw. schlecht, steigt die Belastung für die beteiligten Bauteile - hier z.B. auch dem oberen Querlenker, der die Torosionsfeder aufnimmt. Auch auf lange Sicht, da sich die Frequenz der Schwingen verändert, nämlich ansteigt.

die statische Vorspannung (Verdrehung) des Drehstabs zum Erzielen der Sollhöhe des Fahrzeug, hängt ja direkt mit der gefederten Masse zusammen, die auf der VA liegt.
Oberkante Rahmen (im Bereich der VA-Aufhängung) soll bei 1850kg VA-Last und 9.00er Bereifung ca 755 mm vom Boden sein. Daraus ergibt sich dann ein Abstand Querlenker/Gummi, der ist aber nirgendwo genannt oder gar beziffert. Wenn man den Drehstab weiter vorspannt, um mehr Höhe zu bekommen, muss man den Gummianschlag weiter runter setzen oder einen längeren einbauen.
Die weitere Drehung vom Drehstab bis der Querlenker am Gummi anliegt, beträgt bei 1cm Abstand ca 4-5°

In die Belastung der Achse/des Lenkers fließen sicher die Beanspruchung über die "Lebenszeit", die Fahrzeugmasse (insbesondere der VA), die großen & schweren Räder (ehemals 11.00 jetzt 9.00) ein.
Wenn die Dämpfer vorne schlapp sind, neigt der Daily (insbesondere wenn auf der VA schwer) bei Wellen zum heftigen Durchschwingen & Aufschaukeln, was ja größere Belastung u.a. vom Querlenker, bzw. seiner Lagerung auf dem Drehstab und des Drehstabs selber heißt. Mit guten Dämpfern ist Verhalten das wesentlich ruhiger.


Gruß Juergen