Der längste Beitrag in 2016 bisher ;-)

Was ich nicht verstehe: Die meisten der Gummi-Metall-Elemente, die durch PU-Nachbauten ersetzt werden, unterscheiden sich konstruktiv in einem wesentlichen Punkt. Dort, wo im Gummi stählerne Hülsen normalerweise einvulkanisiert sind, steckt man sie beim PU einfach locker rein.

Mir soll bitte keiner erzählen, dass das keinen Unterschied macht. Es gibt sogar Beispiele (konkret: Powerflex-Buchsen für die Getriebelagerung beim VW Iltis bzw. beim syncro-Bus) bei denen die ursprüngliche dem Original zugedachte Funktion dadurch in wesentlichen Teilen ad absurdum geführt wird. Anders ausgedrückt: PU-Nachbauten bauen mangels statischer Verbindung mit den durchgesteckten Hülsen gar nicht die an bestimmten Stellen konstruktiv zugedachte axiale Abstützung auf.

Meine Erfahrung mit PU an anderer, durchaus neuraligischer aber nur radial belasteter Stelle (Motorabstützung beim alten Mini Cooper S) war, dass die PU-Buchsen nach zwei Wochen bereits irreversibel verformt/ausgenudelt waren. In härterer "Racing"-Version jedoch dann so unflexibel, dass man auch Hartplastik hätte nehmen können. Gummi hielt einfach immer länger und war in der Summe der Eigenschaften (Vibrationsdämpfung spielt ja manchmal auch eine Rolle) subjektiv überlegen.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass sich beim PU qualitativ seitdem auch etwas getan hat...


Ecken und Kanten serienmässig.