da hat mit kompressibel oder nicht nix zu tun, sondern mit der sich ändernden relativen Luftfeuchte und den Temperauränderungen (Abkühlung)

Der Druckluftspezie Kaeser schreibt dazu am Beispiel einer Schraubenkompressoranlage:

Original geschrieben von kaeser.de
1. Ein Beispiel aus der Praxis
Saugt ein fluidgekühlter Schraubenkompressor bei 20 °C unter Umgebungsdruck pro Minute 10 m3 Luft mit 60 % relativer Feuchte an,
dann enthält diese Luft ca. 100 g Wasserdampf. Wird die Luft im Verdichtungsverhältnis 1:10 auf einen Absolutdruck von 10 bar verdichtet,
dann erhält man 1 Betriebskubikmeter. Bei einer Temperatur von 80 °C nach der Verdichtung kann die Luft nun 290 g Wasser pro Kubikmeter
aufnehmen. Da aber nur ca. 100 g vorhanden sind, ist die Luft mit einer relativen Feuchte von ca. 35 % recht trocken und es entsteht kein Kondensat.

Der Nachkühler des Kompressors reduziert die Drucklufttemperatur von 80 auf ca. 30 °C.
Danach kann der Kubikmeter Luft nur noch rund 30 g Wasser aufnehmen: der Wasser­ überschuss von ca. 70 g/min, kondensiert
und wird abgeschieden.
Bei einem 8-Stunden-Arbeitstag fallen somit ca. 35 Liter Kondensat an. Weitere 6 Liter pro Tag fallen beim Einsatz nachgeschalteter Kältetrockner an.
Darin wird die Druckluft zunächst auf +3 °C abgekühlt und später auf Umgebungstemperatur rückerwärmt. Das führt zu einer Feuchte-Untersättigung
von ca. 20 % und damit zu einer besseren, relativ trockenen Druckluft qualität (Abb. 1).

2. Ursache Luftfeuchte
Unsere Umgebungsluft ist mehr oder weniger feucht, denn sie enthält immer auch einen Wasseranteil. Die Feuchte hängt von der jeweiligen Temperatur
ab. So bindet beispielsweise zu 100 % wasserdampfgesättigte Luft bei +25 °C nahezu 23 g Wasser pro Kubikmeter. 3. Kondensatbildung Kondensat entsteht,
wenn das Luftvolumen verringert und zugleich die Lufttemperatur gesenkt wird. Damit verringert sich das Wasseraufnahmevermögen der Luft. Genau dies
geschieht nach dem Komprimieren im Verdichterblock und im Nachkühler eines Kompressors.





Gruß Juergen