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Nobelhobel
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Nobelhobel
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Ciao Thomas
Du hast ja vor vier Jahren meinen T-Rex besichtigt und gefahren, kennst also mein Klappdach, das nur mit einem Moskitonetz ausgerüstet ist. In geschlossenem Zustand haben wir immer noch knapp Stehhöhe (1.68m), aber das reicht bestens zum Sitzen, denn wir stehen bei schlechtem Wetter ja nicht im Wohnkoffer herum. Das Dach heben und schliessen wir in 5 Sekunden.
Ich bin jetzt seit gut zwei Jahren mit dieser Konstruktion unterwegs (zuerst in Australien, jetzt seit einem Jahr vor allem in der Andenkordillere) und finde sie nach wie vor ideal. Vor allem wegen ihrer Einfachheit. Ein Scharnier, zwei Riegel. Fertig. Ist 100 % dicht, hat nie verklemmt, gibt uns Luft, wenn wir's brauchen (über den Öffnungswinkel kontrollieren wir, wie viel Luft wir kriegen). Wenn es windet, stellen wir das Fahrzeug so, dass der Wind von vorne auf das Klappdach drückt, und sind somit ziemlich windgeschützt. Ausser natürlich es hat viel Wind oder Sturm, dann schliessen wir es ganz oder lassen nur einen Spalt offen. Nachts, auch bei Aussentemperaturen um 0°C, lassen wir das Dach einen Spalt offen. Ozy bemängelt zwar, dass man dann jeden Mäusefurz hört, womit er teilweise recht hat. Aber man hört eben auch die Vögel und andere interessante Geräusche, was uns nahe an die Natur bringt, und das gefällt uns. Und falls uns z.B. Verkehrslärm zu laut ist — man findet halt nicht jede Nacht ein idyllisches Plätzchen, wenn man einen Kontinent bereist und muss auch mal bei einer Tankstelle übernachten — schliessen wir das Dach und öffnen Fenster auf der dem Verkehr abgewandten Seite.
Das Fahrzeug ist bei geschlossenem Dach 2.74 m hoch, was uns in über zwei Jahren nur dreimal limitiert hat: einmal eine Bambusbrücke mit Dach zu einem Campingplatz (2.6 m hoch), und zweimal die Einfahrt zu Hotelparkings in Kolumbien, wo das freie Campen in gewissen Regionen immer noch mit einem Sicherheitsrisiko verbunden ist. Wir fanden in jedem Fall trotzdem eine Lösung. Im Gelände haben wir nie Limitierungen angetroffen, die nur der Höhe geschuldet waren, sondern meist war es die Tatsache, dass Bäume eng standen, und das Fahrzeug seitlich etwas abkippte und mehr Breite beansprucht hätte. Harry schrieb ja auch schon, dass sein Aufbau, der noch ca. 30 cm höher ist, ihn kaum limitiert. Die Nettohöhe allein kann also nicht der Hauptgrund sein, ein Hubdach zu haben.
Mir hätte eine Hubdachkonstruktion auch gefallen, aber ich habe mich vor knapp 8 Jahren wegen der von Dir ebenfalls zusammengefassten Nachteilen und Tücken dagegen entschlossen — und habe mir bis heute (nach gegen 900 Nächten im Fahrzeug in alle Klimazonen) nicht ein einziges Mal ein Hubdach mit oder ohne feste Wände gewünscht.
Liebe Grüsse -- oliver
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