Das ist vielleicht gar nicht so erstaunlich, weil der Laderegler ja irgendeine Ladekennlinie abfahren *muss*. Und um es dem Benutzer möglichst einfach zu machen (Wiederekennungseffekt), führt der Hersteller eine Option ins Menü ein, die "LiFePO" heisst. Aber diese LiFePO-Kennlinie ist wohl einfach eine klassische IU-Kennlinie. D.h. so lange mit der max. Stromstärke laden, die das Ladegerät hergibt, bis eine bestimmte Spannung erreicht ist, dann denn Ladevorgang beenden. Mehr zu Ladekennlinien.
Dem LiFePO-Akku ist die Kennlinie egal, so lange die Maximalspannung der Zellen nicht überschritten wird. Das kann der Laderegler aber nicht garantieren (wie weiter oben ausgeführt), weil er nur die Spannung des Akkupakets misst resp regelt. Und bei gut ausbalancierten Zellen ist die max. Paketspannung bei 14.4 V. Diese lässt sich bei besseren Geräten einstellen, und bei älteren oder billigen muss man das Datenblatt konsultieren. Ist ein solches nicht (mehr) vorhanden, dann wird die Einstellung "Blei-Säure" (o.ä.) etwa hinkommen, aber das könnten dann auch 14.8 V sein, wenn der Regler noch Desufatisieren will oder so. Aber z.B. die gelben LiFePO-Zellen von Winston halten auch 3.8 V aus, ohne dass sie Schäden nehmen. Das macht dann 15.2 V für 4 Stk.
Aber wenn man schon das Geld für eine LiFePO-Anlage ausgibt, dann sollte man auch den alten Laderegler (ich ging bisher davon aus, dass wir von Solarladereglern sprechen) durch einen neuen MPPT-Regler z.B. von Victron ersetzen, weil damit der Solarertrag um 20% oder mehr gesteigert wird. Und weil mit diesen modernen Geräten beim Abschalten keine Spannungsspitzen mehr entstehen, die andere Geräte rasch und zuverlässig— oder schleichend — beschädigen können.
Beste Grüsse -- oliver
Last edited by Dámedos; 09/09/201708:13. Reason: Ergänzungen