Original geschrieben von dwbln
Hallo,

sagt mal leute, wäre ein W463 vielleicht doch das richtige für mich, ich habe jetzt so oft gelesen dass der W460 eine Zumutung sei, wenn man länger Autobahn damit fährt. Wie soll man dann einigermaßen mit Freude einen Urlaubstrip bis nach Portugal, Schottland oder Schweden genießen? Man muss ja irgendwie die Autobahnkilometer bis dort hin runterrocken.
gude,
ohne die ganzen seitens des themas gelesen zu haben, hier meine erfahrung aus diesem jahr zum thema "urlaubstrips bis nach portugal im W460 (bzw. in meinem fall: W461401, Wolf der BW mit Hardtop, OM603 und passendem 5- ganggetriebe aus dem W124)":
bin gegen 1000- 1100uhr hier in freigericht losgefahren. hotel hatten wir (meine dame ist im firmenwagen gefahren) in bayonne als zwischenstop gebucht. gegen 0130uhr am folgetag kam ich an (einen stau in deutschland hatten wir, sonst freie fahrt). bin komplett durchgefahren (90-110kmh maximal, an bergen auch mal bis 60-70kmh runter), 3 tankstopps. durch die mautstellen und tankstops (bin ein elendiger sparer und tanke mit dem privatwagen nicht an autobahntankstellen, carrefour oder e.leclerc sind immer günstiger) wurden es die besagten 15,5h für die 1388km.der G war nur mit ein paar koffern und utensilien bepackt, also nicht voll geladen für einen campingurlaub.

am folgetag ging es von bayonne nach vila do conde im norden portugals. wieder gegen 1000uhr los, gegen 1900-2000uhr kamen wir dort an.

die karre ist grundsätzlich laut. mit dem hardtop ist der geräuschpegel durch fahrtwindgeräusche deutlich leiser geworden (ggf. vergleichbar mit einem standart zivilen station, bzw. noch etwas lauter als ein ziviler station?), im vergleich zur plane.
man hat keinen komfort (sitze/ sitzposition, klimaanlage, reisegeschwindigkeit wie ein LKW), radiohören (lautstärke fast bis anschlag) ist jedoch möglich. einen gehörschaden habe ich bisher noch nicht. mit dem nicht vorhandenen komfort muss man klar kommen, oder es lassen. noch geiler waren ein paar ausgewachsene leute, die in einer alten ente/ 2cv zu viert in den urlaub gefahren sind. noch weniger komfort,noch langsamer, hut ab!
man sollte aber auch bedenken: was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen. klar wäre eine klimaanlage was feines, aber das fenster auf bei 90-110kmh geht auch noch.

für mich ist der kurze Wolf, mit dem ganzen fehlenden komfort ideal. bin selbst nur 175cm und könnte diagonal hinten drin pennen, ohne die sitze umklappen zu müssen. mit frau muss das natürlich noch geändert werden.
auf unserer ersten campingreise mit dem taro (von D nach genua und dann rüber nach tunesien) und dachzelt hatten wir nicht viel mehr komfort. klima hat der auch keine, die reisegeschwindigkeit ist höher und leiser (geräuschpegel) ist er auch. da meine frau jedoch sehr schenll im G einpennt, ist die lautstärke also zweitrangig und vernachlässigbar. die reisegeschwindigkeit finde ich gut, so kann man mal neben der autobahn die landschaft anschauen...mit der sitzposition komme ich noch klar, da ich eher klein bin, große leute haben es da anscheinend schwerer...

man muss halt wissen was man "mindestens" benötigt und womit man klar kommt. ich finde die einfache technik, die ich ohne mechanikerausbildung verstehe, klasse.

gruß
mathias



"Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fussmarsch zur Folge haben."