Hallo,
ich denke, das ist hier im LR-Forum richtig. Ansonsten halt verschieben.
So, ich habe einfach mal 3 Ölfirmen angemailt, was die so zu sagen haben. Man liest doch immer wieder, daß man für den V8 nur mineralisches Motoröl nehmen soll - bloß kein Vollsynthetiköl. Die Gründe sind mir nicht ganz klar geworden. Daß man auch mit Mineralöl gut bedient ist, wenn man nur häufig Ölwechsel macht, das ist klar und nicht das Thema.
Also die Antworten:
CASTROL:
Grundlegend zu beachten sind bei der Wahl der Betriebsstoffe natürlich immer die Hersteller-Vorgaben laut Betriebsanleitung.
Für Landrover/ Range Rover werden im Allgemeinen Öle nach ACEA A2, A3, B3 empfohlen, so dass es hinsichtlich der Wahl des richtigen Motoröls bei den beiden von Ihnen genannten Fahrzeugen fast keine Einschränkungen gibt - außer z.B. der allgemeinen Empfehlung, in Motoren, die bei einer Laufleistung von über 100.000 km bislang mineralisch geschmiert wurden, nicht mehr auf teil-/ voll-synthetische Öle umzusteigen.
Ansonsten ist es eine Frage der individuellen Schwerpunktsetzung, ob man eher auf voll-synthetische Produkte wie RS 0W-40 oder RS 10W-60, teil-synthetische wie GTX 7 Dynatec 5W-40 oder GTX 5 Magnatec 10W-40 oder auch mineralische Produkte wie GTX 3 Professional 15W-40 setzen möchte.
Mit freundlichen Grüßen
Deutsche Castrol
Internet Service Center
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ESSO:
Zu Ihrer Frage bezüglich der Ölviskosität bei mineralischen und
synthetischen Motorenölen:
Ein Motorenöl der SAE Klasse 40 ist bei 100°C immer gleich dickflüssig,
egal ob mineralisch oder synthetisch. Die Grenzwerte werden durch die SAE
Klasse vorgegeben. Ein synthetisches Motorenöl ist aber wesentlich stabiler
in seinem chemischen Aufbau und übersteht die Belastung im Motor besser.
Die synthetischen Motorenöle sind die leistungsfähigeren Produkte, auch was
die Reinigungswirkung im Motor betrifft. Desweiteren zeigen diese
Motorenöle ein wesentlich besseres Kaltstartverhalten. Die Durchölungszeit
im Motor ist wesentlich kürzer. Die Öle sind dabei aber nie zu dünnflüssig,
denn jedes Öl dickt ein, wenn es kälter wird. Synthetische Motorenöle
dicken nur nicht so stark ein wie mineralölbasische Motorenöle. Ich habe
Ihnen zur Verdeutlichung eine Übersicht beigefügt, aus der die
Viskositätsveränderung über die Temperatur ersichtlich wird:
(See attached file: Motorenöl-Viskositätsverlauf.JPG)
Laut meinen Unterlagen ist ein 5W-40 Motorenöl für Ihre beiden Fahrzeuge
der geeignetste Schmierstoff. Ich empfehle Ihnen daher unser Mobil Syst S
5W-40. Bitte prüfen Sie diese Angabe jedoch mit den Angaben in Ihren
Fahrzeugunterlagen bevor Sie das produkt verwenden.
Ich wünsche Ihnen weiterhin eine "Gute Fahrt" und verbleibe
mit freundlichem Gruß / Best Regards
Oliver Glow
ESSO Deutschland GmbH
Anwendungstechnik Schmierstoffe
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SHELL:
wir beziehen uns auf Ihre Anfrage vom 30. Dezember 2005. Die von Ihnen angesprochene Problematik zu Motorenölen synthetisch oder mineralölbasisch und den Nockenwellenverschleiss ist uns bekannt. Generell werden für Ihre genannten Fahrzeuge nach unseren Informationen Motorenöle nach API SH/CE oder ACEA A3/B3 wie folgt vom Hersteller empfohlen:
Empfehlungen für Motorölviskosität (Benzin- und Dieselmotoren außer Serie 400 und Ford Dieselmotoren): unter -30 °C bis 35 °C, 5W-30 unter -30 °C bis über 50 °C, 5W-40/5W-50 -20 °C bis 35 °C, 10W-30 -20 °C bis über 50 °C, 10W-40/10W-50 -10 °C bis über 50 °C, 15W-40*/15W-50* 0 °C bis über 50 °C, 20W-40/20W-50 5 °C bis über 50 °C, 25W-40/25W-50. *Hinweis: Für Benzinmotoren sollte Klasse 15W-40/5W-50 nicht unter 0 °C verwendet werden.
Ausschlaggebend sind aber immer die Angaben aus Ihren spezifischen Fahrzeugunterlagen.
Das eine Ölpumpe bei gleichbleibenden Öldruck bei der Auswahl eines dünnflüssigeren Motorenöles nicht genug Öl fördert, ist für uns nicht nachvollziehbar. Bei der Qualität der Motorenöle ist nicht nur die Auswahl des Grundöles (synthetisch oder mineralölbasisch) sondern auch die Additivtechnologie absolut entscheidend. Die Range Motoren honorieren i.d.R. erstklassige hochqualitativ additivierte Motorenöle wie z.B. unser Shell Helix Ultra AB 5W-30.
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Die Viskositätsliste von Esso:
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http://www.viermalvier.de/forum_php/download.php?Number=293221[/Bild]