Hallo Peter,

über das Thema hatte ich mir auch schonmal gedanken gemacht. In meinem G wird das Öl über einen separaten Kühler mit Lüfter und nicht über die Schleife im Wasserkühler gekühlt. Der Temp.-Schalter des Lüfters am Ölkühler war defekt und ich hatte überlegt einen mit niedrigerer Temperatur einzubauen, statt der 125° Einschalttemperatur. Hielt ich dann nicht für sinnvoll, da eben das Thermostat vorher noch nicht voll geöffnet ist.

Da auf Reisen passiert, hatte ich mir vorher ein Provisorium gebastelt und den Lüfter mit einem Schalter manuell bei Belastung zugeschaltet. Meine Beobachtung dabei war dann allerdings, dass diese Öltemperaturen nur bei hohen Belastungen (Passfahrt o.ä.) erreicht werden. Wenn ich im Normalbetrieb, oder auch bei moderaten Anstiegen, oder anderen höheren Belastungen den Lüfter angeschaltet hab, kam aus dem Auslass nur kalte oder max Lauwarme luft. Nur bei wirklich hohen Belastungen war die Luft am Auslass dann auch wirklich heiß.
Die Beobachtungen nach Einbau eines neuen Temp.-Schalters bestätigten das. Man muss schon wirklich einen steilen Anstieg fahren und dann bei kurzem Stopp schnell aussteigen und nachsehen um zu erleben, dass der Lüfter läuft, also die Öl-Temp. über 120° ist.
Im Regelbetrieb scheint also die Ölkühlung über die Ölwanne bei den ca. 9l Ölvolumen im G meist ausreichend.

Wenn du unbedingt was ändern willst: Könntest du nicht das Thermostat einfach ausbauen? Dann geht das Öl halt immer durch den Kühler. Wenn im Transporter die Ölkühlung durch den Wasserkühler geht, würde das Öl ja auch nicht kälter als das Kühlwasser.

Gruß
Benjamin


G 350 Turbodiesel, 1993, OM 603 D 35 A, W463.321