Ein trauriger Gruß an alle Forumsteilnehmer.
Unser Bremachfreund Peter alias oldie ist Ende März auf der Rückfahrt als Single von der Elfenbeinküste in Südmarokko verstorben.
Die marokkanischen Behörden haben der Familie als Todesursache eine Urosepsis genannt. Der Obduktionsbefund liegt jedoch nicht vor, eine gewisse Unsicherheit bleibt vorerst.
Da dieser Fall für alle Afrikafahrer von praktischem Interesse ist wage ich als ehemaliger Hausarzt eine Erläuterung des mutmaßlichen Ablaufs.
Zu wenig trinken und erhöhte Schweißproduktion ist ein ständiges Risiko in den Tropen, wobei pures Trinkwasser allein nicht reicht. Die Mineralien fehlen und ein kranker Darm braucht Energie in Form von Zucker, um die Mineralien aufzunehmen. Wenn dann noch ein Entleerungsproblem dazukommt, wie etwa ein Prostataleiden beim älteren Mann wird eine Infektion der gering durchspülten und womöglich aufgestauten Niere sehr wahrscheinlich. Im Gegensatz zur harmlosen Blasenentzündung geht eine Niereninfektion mit Fieber einher, was den Flüssigkeitsbedarf weiter erhöht.
Peter hatte in der Elfenbeinküste eine Malaria auskuriert, also auch eine Fieberkrankheit aber anderer Ursache und wird vermutlich das erneut aufgetretene Fieber in Mauretanien als Malariarückfall interpretiert und danach gehandelt haben. Ein fataler und schlussendlich tödlicher Irrtum.
In vermutlich sehr schlechtem Allgemeinzustand schaffte er gerade noch den Grenzübergang nach Marokko und wurde später nahe Bir Gandouz tot in seinem Bremach Trex gefunden.
Anfang Mai soll das Auto von Bremachfreunden zurückgeholt werden und anschließend in einer Werkstatt überholt werden. Danach steht es zum Verkauf, da der einzige Sohn von Peter das Auto mangels Führerschein nicht fahren darf.
Es handelt sich um einen Trex Baujahr 2009 Euro 4 mit 176 PS und geschätzt 120.000 km. Technisch ist er in sehr gutem Zustand, da er immer in einer geheizten Werkhalle stand und Peter, der Kfz-Ingenieur penibel alle Wartungen und Verbesserungen wie z.B. Schalldämmung und Umrüstung auf LED-Lichter etc. etc. kompetent erledigte.
Der Verkaufspreis ist Verhandlungssache, die Familie denkt an etwa 45.000 Euro, da Peter selbst etwa diesen Betrag als aktuellen Wert für die Versicherung verwendete.
Sollte jemand Interesse daran haben könnte er/sie eine PN an mich schicken. Ich würde diese an die Familie weiterleiten.
Schöne Grüße
Und trinkt mehr auf Tropenreisen
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