Hallo Harry

Einzelfall ist dieser Tod eines Reisenden nicht. Oft hört man aber nichts davon in den einschlägigen Foren. Nur die Überlebenden können berichten.

Ich halte es für ein legitimes Interesse der Reisecommunity über solche Fälle zu erfahren und das eigene Verhalten dadurch zu reflektieren. Deshalb gehe ich in der Geschichte von Peters Reise noch einen Schritt weiter.

Peter war ja mit seiner Partnerin Ruth unterwegs und wir erhielten von ihm am 17.2. die Nachricht, dass Ruth am Vortag in Elfenbeinküste gestorben sei und er nach Erledigung der Formalitäten die Reise abbrechen und heimfahren werde.
Ruth hatte starke Durchfälle und es ist nicht bekannt, welche Komplikation dabei zum Tode führte. Jedenfalls ein ähnliches Muster: Flüssigkeitsverlust, Austrocknung und fehlende Versorgungsmöglichkeit.

Auch die Tatsache, dass die marokkanischen Behörden bei Peter noch vor einer Obduktion von Urosepsis als Todesursache sprachen läßt vermuten, dass die Übung darin haben. Wenn hier im Lande jemand zu Hause stirbt kommt der Arzt kaum auf die Idee, eine Urosepsis zu vermuten.

Ich glaube, solche Fälle sind häufiger, als wir denken.

Und was könnte man daraus lernen? Wenn ein ernster Krankheitsfall sich ankündigt bitte sofort die nächste größere Stadt ansteuern, solange das noch möglich ist. Ob diese Stadtnähe dann wirklich hilfreich ist steht auf einem anderen Blatt.

Sepp