1) können wir bei der gerade gezeigten Grafik einmal die Zeitachse würdigen? Das sind Einheiten von Millionen von Jahren. Das, was JETZT passiert, geschieht in 200 Jahren.
Innerhalb der Kurve gab es sicher auch weitere Schwingungen, so fein löst die aber nicht auf. Und auch unsere Schankungen jetzt werden in größerem Maßstab als Rauschen untergehen.
Das hat eine Bedeutung. Denn so schnell kann sich keine Art biologisch an solche Veränderungen anpassen.
Das hat man nach der Katastrophe von Tschernobyl auch gesagt. Frag mal die Google KI nach "Auswirkungen von Tschernobyl auf die dort lebende Tierwelt".
Ja, klar, für zwei, drei Generationen war es nicht gut, aber die Natur findet einen Weg. Tat sie immer.
2) es ist durch menschlichen Einfluss ausgelöst. Wenn mal wieder ein Asteorit aus dem All auf der Erde einschlägt, nun denn, Pech bleibt Pech. Das ist nicht zu verhindern.
Nach Deiner Argumentation unter 1) hätte der letzte Komet alles auslöschen müssen (die Auswirkungen kamen schlagartig, nicht auf hunderte Jahre verteilt), tat er aber nicht.
Beim der aktuellen Erderwärmung sehe ich Menschen als ursächlich an und daher auch in der Pflicht.
Selbst wenn der Mensch da ein bisschen mit rein spielt, macht es doch keinerlei Sinn, für Null-Komma-Null-Irgendwas Prozent, die Deutschland global gesehen einsparen könnte, hier wirtschaftlich alles komplett vor die Hunde gehen zu lassen.
Wenn man dieser Argumentation nicht folgen mag, dann sollte man es eigentlich aus Selbstzweck tun - und das bringt mich zum nächsten Punkt:
3) Die Frage, die ihr euch ruhig mal stellen dürft ist, wollt ihr unter den in Rainer's Grafik dargestellten historischen und "natürlichen" Hochtemperaturzeiten leben ?
Die Selbstberuhigung, derart, zu sagen "Gab es immer schon, gar nichts ungewöhnliches" verliert sofort jede Substanz wenn man guckt, was das für "Leben" bedeuten würde.
Siehe oben. Die Natur und das Leben finden einen Weg.
Ob ich in einer solchen Hochtemperaturzeit leben will, keine Ahnung, es spielt aber auch keine Rolle. Menschen leben weltweit von etwa -70°C bis +50°C, konnten sich also an große Temperaturbereiche anpassen. Andere Lebewesen ebenso.
Nun könnte man sagen: "dann ist es halt so. Es gab immer Zeiten mit hohen Temperaturen. Das Leben irgendwann gekommen. Und? Dann geht es halt wieder weg.. was soll's".... Möchte das vielleicht gerade jemand hier auf mein Posting hier antworten??
Ich weiß, dass die folgende Meinung für einige unpopulär ist. Ich finde aber, der Mensch sollte aufhören, sich selbst als Mittelpunkt zu sehen. Wie andere Spezies auch, sterben Menschen, neue werden geboren. Aktuell passen die Bedingungen, es werden mehr Menschen geboren als dass sie sterben. Werden die Bedingungen anders, ändert sich das vermutlich. Wäre das so schlimm?