Originally Posted by landybehr
Ich hab mich vermutlich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte nicht, was für Studien müssen kommen, um dich zu überzeugen (*). Sondern was muss erkennbar sein, wenn du durch die Welt läufst? Also beim Spaziergang durch den Wald. Oder beim Urlaub, wo man schöne Natur als Sehenswürdigkeiten besucht. Auf der Fahrt zur Arbeit. Wo auch immer. Welche Phänomene also.

(*) das ist zwar geschickt. Aber es schafft eine unerfüllbare Bedingung. Oder - woran würdest du erkennen, dass eine Studie nicht manipuliert ist?Diese Info wäre unglaublich hilfreich. Ansonsten ist es ein Rückzugs-/Zweckargument. Deswegen so gut dafür, weil eben nicht erfüllbar.
Das ist es ja.
Klar sehe/erlebe ich Änderungen. Speziell deutlich sauberere Luft als zu meiner Kindheit. Einmal sicher, weil Fahrzeuge Sauberer geworden sind, zum anderen aber durch den Wegfall ganzer Industrien hierzulande. Grüne Insel Deutschland.

Das einzige, was ich in der Natur sehe, speziell in den letzten Jahren, sind deutlich weniger Insekten und auch Vögel. Das hat aber eher nichts mit Klimawandel zu tun.

Ansonsten gibt es da m.E. nicht viel zu sehen. Winter mit viel oder wenig Schnee habe ich beide erlebt, ebenso heiße und weniger heiße Sommer. Alles schon mal da gewesen. Nur früher nie so aufgebauscht.

Doch, Eines fällt auf, speziell an Orten, die man länger nicht besucht hat: Immer weniger Grün, dafür mehr (Beton-)Grau...



Quote
Dass es negative Strompreise gibt, ist zweifelsohne blöd. Das heisst aber auch, dass eine Energiewende eben noch nicht perfekt gelöst ist. Und dass da noch gehörig Arbeit auf die Gesellschaft wartet.
Ja. Reichlich. Vor Allem aber endlich mal eine vernünftige Planung.

Quote
Atomstrom mag im Moment billig sein. Das ist gerade verbautes Asbest auch. Blöd bloss, dass beim Betrieb immer mehr Müll anfällt und der ist das Teure. Wenn man vom Bau eines Kraftwerkes absieht. Achja, der Abbau eines Kraftwerkes ist da ja auch noch ... das zieht sich über 2, eher 3 Generationen von Arbeitern hin. Jedes mit Strahlung(/-stoffen) in Kontakt gekommene Teil muss in spezielle Container gelagert werden. Teuer.
Der Auf- und Abbau ist vom Aufwand her immer Derselbe. Ob nun das Kraftwerk 1 oder 100 Jahre in Betrieb ist. In sofern ist es vollkommen hirnrissig, intakte, funktionierende und bezahlte Kraftwerke vorzeitig platt zu machen.

Der Müll aus dem laufenden Betrieb, ja, der fällt an. Aber da zeichnen sich eben Lösungen ab, diesen anderweitig nutzbar zu machen (was beim Asbest derzeit noch nicht der Fall ist.

Quote
Alles teuer. Ich kann mir denken, in China hat man einfachere Lösungen. Die stellte man sich hierzulande in den Sechzigern auch vor.

Da müsste das eigentlich erklärt sein. Schon einige Jahre alt. Aber die Stoffe, die zur Zeit des Filmdrehs strahlten, tun es garantiert heute auch noch :



Nach dem Film war mir klar ... die Welt braucht dringend mehr Atommüll! Das war jetzt ironisch!!
Was da passiert ist, ist natürlich idiotisch. Aber, wie gesagt, strahlendes Baumaterial fällt es noch an, so oder so, und die Brennstäbe können künftig genutzt werden.


Quote
Übrigens hat unser Haushalt endlich ein Elektroauto. Geleast, weil .. Man weiss ja nicht, was die Technik an Reichweite noch so erforscht wird
Man könnte also sagen, Du traust dem Ganzen noch nicht richtig. grin

Quote
(komisch. Forschung in diesen Bereichen wird nicht hinterfragt. Erfolge dieser Forschung werden aber den sie nutzenden Firmen zugeschrieben). Beim Klima ist die ganze Forschung hingegen ... nur Geldmache?. Nee, echt jetzt?!!).
Die Forschung an Technologie ist zunächst ergebnisoffen. DAS ist der Unterschied. a wird nicht so lange gedreht und manipuliert, bis das gemessene Ergebnis dem Erwarteten entspricht.

Quote
Knapp eine Woche. Knapp 100km. Durchschnittsverbrauch bei 16,2KWh. Ich hab den Ehrgeiz, einmal eine 15 vorm Komma zu haben. Deswegen fahre ich sehr moderat. Realistisch sind 17KWh.

Mit 20KWh fahre ich also ohne Anstrengungen 120km weit. Kostet aus Hausstrom 7€.

Ein guter Diesel fährt mit Diesel, der aus der Erde geklaut wurde, braucht für dieselbe Strecke 7Liter.
Den Preisvergleiche muss ich nicht rechnen, oder? Schnellader an der Autobahn ändern das Bild, klar.

Jetzt könnte man sagen: "Ok, Erdöl ist irgendwann alle, oder für Produktion zu wertvoll, als es einfach zu verbrennen". Stürzen wir uns auf e-Fuels und synthetisieren Diesel.
Mit dem Einsatz von 20KWh Strom kommt man zu 0,74Litern Diesel. Gut für eine Fahrstrecke von 12km.

Spricht für sich, oder?
Habe ich das bestritten? Rein finanziell mag sich das rechnen, wenn einem die Reichweiten reichen.


Quote
Ein Kollege fährt aus familiären Gründen 1x im Jahr nach Frankreich in den Urlaub. Er ist alleinstehend und hatte sich mal einen Mercedes E AMG 6.3 gegönnt. Er meinte, in Frankreich war das Laden (wir sind ein paar Jahre zurück) nicht so einfach. Das heisst, ganze 363 Tage sind von der Entscheidung betroffen, durch 2 Tage im Jahr. Kann man nicht besser sagen, für 2 Tage im Jahr nehme ich mal Unbequemlichkeit inkauf?
Sind dann etwas mehr als 2 Tage, ausser der lässt das Auto dann da stehen und fährt nicht. Aber klar, dafür alleine lohnt es sich nicht wirklich.

Ich selbst käme mit 120Km Reichweite nicht mal zwei Tage aus, manchmal nicht mal ein paar Stunden. Müsste da also schon mindestens zwei Fahrzeuge haben, eines für Kurzstrecke und eines für längere Fahrten. Heißt dnn auch zwei Stellplätze (OK, die wären jetzt nicht das Problem, bei Anderen schon), zwei mal Versicherung, etc...


Quote
Aber ein klein Bißchen emotional ist dieser Aspekt auch.
Emotion, gutes Stichwort. Die fehlen mir bei E-Autos komplett, die sind einfach seelenlos.